Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schacht. 415

der abgeworfen, und haut man dann zu diesem End-zwecke Bühnenlöcher und Anfälle vor die Tragestem-pel im Hangenden und Liegenden ^ Elle und darü-ber ein, wenn auch das Gestein fest ist, weil mandadurch gesichert wird, daß der ganze Schrot, derunter ihm befindlichen anderen Zimmerung mit seinerLast um so viel weniger schaden kann.

Bei kleinen Schächten, welche Wasser haben,geschieht die Verzimmerung, wie oben, S. 412, an-geführt worden. Ist nämlich ein solcher Schachtnur 4 bis ^ Lachter weit und i bis i ^ Lachterlang, dabei aber das Gebirge ziemlich naß und let-tig, jedoch nicht sehr brüchig, so legt man nachder Länge und Weite des Schachtes vier StückBohlen, die i x, 2 bis 4 Zoll dick und 12 bis14 Zoll breit sind, so übereinander, daß-die langenStücke oder Jöcher von oben herunter, die kurzenStücke oder Kappen aber von unten herauf aufihre Halbe-Breite eingeschnjtten sind, und bringt dieseBohlen, die den Druck des Gebirges in allen vierStößen des Schachtes widerstehen, oben in denSchacht, und seht auf dieses erste Paar Bohlenjö-cher den Schachtkranz mit dem Haspel und fahrtdann mit dem Abteufen weiter fort, s. oben S» 412.Im Ganzen weichen diese verschiedenen Verzimme-rungen in der Hauptsache wenig von einander ab.

Hat man nun den Schacht auf die bishergezeigte Art in einige Tiefe abgesunken, so suchtman dieses Stück in eine ordentliche feste und dauer-hafte, oder »ndie wirklicheZimrnerung zusetzen.Diese Zimmerung besteht aus Riegeln, Tragstem-peln und aus ganzen Schachtkränzen, die man anj manchen Orten Geviere nennt, und welche aus zwei

> langen Jöchern, aus zwei Einstrichen an den kurzen Ul-

> men, und aus so viel Mitteleinstrichen, als derI Schacht Abtheilungen hat, bestehen. Man muß nun