Schacht. 427
gehen, so lange fort, bis daß man in festes Gestein
kommt. ^
In den Silber-, Kupfer-,Zrnn-,Bley-,Eisen- und Kobaldsbergwerken, in demObererzgebirge, in und um die BergsiädteMarienberg.Annaberg,Johanngeorgenstadrund Schneeberg, sind die Schächte nicht sehrverschieden von einander. So werden die Schachtein den Bergwerken bei Marienberg nicht über einsachter, Kunstschächte ausgenommen, weit, und etlichesachter lang gemacht; dabei sind aber ihre Teufenmerkwürdig, welche zo, 50, ioo, 200 bis 250 sach-ter tief sind; da nun die Grundflächen der, Schächtenicht groß sind, und das Gestein sehr fest ist, st istauch ihre Verzimmerung nicht sehr schwer, ja manfindet sie auch eben nicht so häufig. Bolzenjöchertrist man in diesem Orte selten an; denn man legtgrößtentheils Schrot auf Schrot, wenn das Gesteineiner Verzimmerung bedarf. — In den Bergwerkenbei Annaberg sind die Schächte in der Grundflächenicht größer, als diejenigen zu Marienberg, und 6o,8?, ivo bis i;o sachter tief, letztere Tiefe ist je-doch nur selten. Ihre Verzimmerung, ist eben nichtschwer, und von der zu Frciberg wenig und nurdarin unterschieden, daß man bei diesen Schächtenmehr Iöcher mit Bolzen gebraucht. — Die Schachtein den Bergwerken b ei Joh anngeorgenstad ksind nicht allzu weit, und nicht über. ivo sachtertief, das Gestein ist auch vorzüglich fest, und dieser-haib ist auch hier die Verzimmerung nicht schwer.Sie besteht theils aus Schrot auf Schrot, theils ausBolzenjöchern, und theils aus bloßen Iöchern. Dieerstere ist schon oben, S. 42;, bei den Bergwerkenbei Freiberg angezeigt worden, mit der diese hierganz übereinkommt, die andere Art stellt Figur7843 vor, wobei noch folgendes zu bemerken ist;