42g Schacht.
In der Figur gewahrt man, daß die Heidehölzer ab,nicht übereinander geblauet, sondern daß die erstemnur etwas ausgekehlt oder ausgescharrt, und zwischendie Jöcher gelegt sind, weil beide Hölzer dabei mehrStärke behalten. Die ganze Figur stellt ein Feldmic den Bolzen a st vor, wobei nur noch zu bemer-ken ist, daß alle zwei bis drei Pachter, Tragstempel<; k gelegt werden, damit sich die Zimmerung nichtsetzen kann. DaS untere Paar Jöcher stellt mit sei-nen Heidehälzern und Stempeln die dritte Art unddiejenige Verzimmerung vor, welche keine Bolzengebraucht, sondern die Jöcher nur ^ sachter vdneinander, unter jedem Paare Jöcher aber Tragstem-pel legt, und die Heidehölzer werden nur ausge-kehlt. — In den Sehneebergisch en Bergwer-ken ist der Grubenbau schon etwas merkwürdiger,als in Marienberg, Annaberg und Johanngeorgen-stadt. Die Schächte, und besonders diejenigen, worinsich Künste befinden, sind sachter weit, Z bis 4lachter lang, und 20, zo, zo, zo, roo und 162sachter tief. Ihre Verzimmerung besteht eines Theilsaus Holz, und andern Theils aus Mauerwerk. Dieerstere ist entweder aus Bolzenjöchern, oder, wenndiese nicht halten wollen, aus Schrot auf Schrotzusammengesetzt. Die erstere Art ist schon oben,S- 42z, beschrieben, und dazu eine Abbildung ge-liefert worden. Hierbei ist nur noch zu erinnern,daß die Jöcher nur ^ sachter auseinander liegen,und daß man, je nachdem es die Umstände erfor«dem, alle i bis 2 sachter Tragstempel legt. DieAusmauerung der Schächte geschieht, wie solche Fig.7844 abgebildet worden, auf folgende Weise:
i) Man mauert von einem kurzen Stoße desSchachtes bis zum andern auf der Sohle einen senk-recht in die Höhe gegen das Hangende stehendenBogen, über diesen sprengt man aber, wie ab, Fig.