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gewendet worden muß, wenn hier der Bergbau mitNutzen betrieben werden soll, so kann man denselbenHier doch nicht mit derjenigen Regelmäßigkeit betreuben, wie solches aus Gängen und Klüften geschieht.Da die Flöhe meistens in niedrigen Gebirgen undin einer schwebenden Richtung liegen, so kann manhier Stollen am allerwenigsten wegen der Fördernißund Wetter betreiben. Ein Stollen in einemFlötzgebirge, der bis zu der tiefsten Lage des MtzeSangetrieben ist, kann hinlänglich seyn, die Wässeraus der Grube zu schaffen; da hingegen die über-einander liegenden Flotzlagec bis auf das Flötz selbstselten tief sind, so wird auch in den Flöhgebirgen ^gemeiniglich nur mit Schächten gebauet. Man senkt !nun diese in nicht gar weiter Distanz von einanderab, damit die Förderung von dem Verhaue bis da-hin nicht zu weit, beschwerlich und kostbar wird. Weilnun die Schächte hier nicht, wie heim Bergbau, aufGängen und Stockwerken eine langeZeit dauernjinüjsen,so folgt auch hieraus, daß allein die Unkosten, dieeine lange Zeitdauer zum Endzweck haben, vermie-den werden muffen. Es giebt aber auch hier Aus-nahmen, nämlich solche Fälle, wo der Bau eben soRegelmäßig, als auf Gängen geführt werden muß.Statt daß man nun auf Gängen, die Erze Straßcn-weis heraushaut, so geschieht solches auf schweben-den schmalen Flöhen und Strebenweis; diese soge-nannte Streben sind aber nichts anders als schwe-lende oder liegende Straßen, worin der Arbeitet,statt aufrecht zu stehen, bei der Arbeit auf einerSeite liegen muß. Das Heraushauhen geschiehttheils mit der Keilhaue, theils mit Schlägel undEisen, oder auch, wenn das Dach fest ist , mit Boh-ren und Sprengen. Die Fördernißstrecken werdenetwas höher, als die Streben, ausgearbeitet, damit