482 Schachtel.
terie, nämlich das Holz, dient besonders zu glei-chem Behufe, oder vielmehr sind die hölzernenSchachteln am gebräuchlichsten, iund haben auchzu einem eigenen Handwerke Veranlassung gege-ben, nämlich zu dem Gewerke der Schachtel-macher, welche ein freies Handwerk haben, esaber gewöhnlich mit den Siebmachern halten,weil sie auch die Zargen zu den Sieben verferti-gen, und daher den Siebmachern in die Hände ar-beiten; s. Siebmacher.
Man verfertiget die hölzernen Schachteln auöFichten-, Tannen- und Saalweiden holz, welchesman zu Schienen oder dünnen breiten Brettern spal-tet, und durch das Biegen über einen hölzernenStock zu den größeren Gattungen, oder über eineeiserne Form zu den kleineren, zu ^ der verlangtenGestalt bringt. Es versteht sich hier, daß das Holzgleich nach dem Spalten, wenn es noch frisch undgrün ist, und Schnellkraft besitzt, auf der BiegeStelle vor Stelle gebogen werden muß, jedoch nurin der Mitte, wenn die Schachtel ovalrund werdensoll. Die schließenden Ränder hält man durch ein-gezogene Schienen zusammen. Den Boden derSchachtel, als auch des Deckels, zirkelt man ab,schnitzt ihn rund, und befestiget ihn mit leimoder mit kleinen Holzzwecken. Beide Enden des ho-hen Randes gehen übereinander, und werden mitdurchgesteckten dünnen elastischen Spänen, die durchdiese Enden durch vorgeschnittene Löcher gesteckt undbefestiget werden, zusammen vereiniget. Die Figuroder Gestalt und Tiefe ist gleichgültig, so hat manrunde, ovalrunde, viereckigke, mit rund gebogenenEcken, ganz viereckigte :c. Schachteln. Man hatüberhaupt vier Arten von Schachteln, oder dieSchachtelmacher bringen vielmehr die verschiedenenArten in vier Haupt-Gattungen, nämlich: i) Pack-