Schachtel. 483
und Futterschachteln; 2) große und kleine Apo-theker-Schachteln, welche theils viereckig, theilsaber länglich gemacht werden; z) lange großePerrüken- und große Federschachteln; 4)runde hohe Hauben- und Confectschach-teln. Jede von diesen Gattungen wird so eingerich-tet, daß die äußerste vier oder fünfe, auch wohlmehrere ihres gleichen umschließt, davon immer einekleiner ist, als die andere, die innersten aber diekleinsten, so wie die äußersten die größten sind, welcheman zusammen einen Einsatz nennt. Die meistenSchachteln werden, wie sie der Natur des Holzesnach aussehen,, weiß oder braun gelassen, welche letztereFarbe besonders die kleinen Schachteln haben, diezu Berchtoldögaden, auch zu Göttingen und umSonnenberg aus Saalweidenholz gemacht, und ingroßer Menge weit und breit verführt werden. Ei-nige werden aber auch von den Schachtelmachern,besonders für die Materialisten, mit bunten Wasser-farben, damit sie zierlicher aussehen, bemalt, undmit Firniß überzogen; auch mit Titeln oder Ueber-schriften der darin befindlichen Waaren von den Ma-terialisten bezeichnet. Die Galanterie-undQuincaille-rie-Händler pflegen mit allen nur möglichen großen undkleinen, mit buntfarbigen Korallen, Schmelz, gefärb-tem Stroh, Binsen rc. zierlich überzogenen und mitallerhand Figuren ausgezierten Schachteln zu han-deln, welche Arbeit besonders von dem Frauenzim-mer gemacht wird. Von Paris aus kommen auchsehr geschmackvolle ovalrunde Pappschachteln in denHandel, welche zu Aufbewahrung der Busennadeln,Ringe und andern Schmuckes dienen. Sie sind mitFolio belegt und mit aus Papier sehr sauber ge-schnitzten Figuren rc. verziert. Nach dem Gebrau-che der verschiedenen Schachteln, erhalten sie auchihre Benennung; so hat man in den Apotheken