484 Schachtelbaum. Schachtelborste.
Pulver-, Pillen-, Latwergen- rc. Schach-teln; in der Haushaltung Kaffee-, Kamm-,Puder-, Hauben-, Putz-, Strick-rc. Schach-teln; in den Material- und Italiener-Waaren-Handlungen Specerey- oder Gewürzschach-teln, Käseschachteln, worin der sogenannteSchachteltäse in den Handel kommt rc.; beiden Kunsthändlern, Farbenschachteln; bei denBijouterie-, Galanterie- und Quincaillerie / Händ-lern, Juwelenschachteln, Klein» chien-
n schachteln, Federschachteln, Blumen-schachteln, Hutschachteln, NürnbergerWaarensch achteln rc. rc.; bei den Condi- >tern, Confect schachteln rc. rc. Auch mancheHandwerker gebrauchen Schachteln, die nachden Gegenständen, wozu sie gebraucht werden, Iauch ihre Hamen erhalten, wie z. B. bei denStrumpfwirkern die Platin ensch ach tel rc.; esläßt sich daher schwer ein Register aller der Schach-teln anfertigen, welche mit besonderen Namen be-legt werden. Die meisten Schachteln kommen ausSachsen und Böhmen in den Handel, der damitvon den Eisenkrämern getrieben wird.
In einigen Gegenden ist Schachtel, mitdem Beiworts alt, auch ein Schimpfname, z. B.alte Schachtel, eine alte Frauensperson.
Schachtelbaum, Schachtelbäume, heißen imForstwesen diejenigen Bäume und Stämme, wel-che vor andern zur Verfertigung der Schachteln !dienlich sind.
Schachtelborste, diejenigen Schweinsborsten, welchedie Schuster, Sattler, Riemer rc. an ihren Drahtmachen, damit sie solche desto leichter durch diemit der Ahle gemachten Löcher ziehen können.
Sie erhalten diesen Namen, weil man sie inSchachteln legt und verkauft.