Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schachtzimmerung.

Bei der zweiten Art des Bolzenschkokes wird<mch ein blindes Geviere auf die Haupttragestempelund dann ein ordentliches Geviere gelegt, auf wel-ches die Bolzen kommen. Bei drei Ellen Höhekommen aber bei dem dritten Geviere, statt dieseseinfach zu legen, zwei Geviere über einander, woraufdie Bolzen wieder gesetzt werden. — Die dritteArt des Bolzenschrotes wird in Schachten gebraucht,welche sogleich von oben herunter verzimmert werdenkönnen, ohne daß die Verlorne Schachtzimmerungvorhergehen darf. Diese Art kommt mit der Ver-lornen Zimmerung, s. oben, unter Schacht,S. 412, überein, nur daß man dabei das Ueber-rüsten ersparen und das obere anstecke Geviere aufden bloßen Rasen hinlegen kann, auch nicht so vielLange und Weite des Schachtes, folglich auch nichtso starkes Holz zu nehmen nöthig hat, als dort ge-schehen muß. Man bedient sich dieses Bolzenschro-tes bei abzusinkenden Tageschachten, welche im gan-zen Gesteine nach der vo>N Markscheider gegebenenRichtung niedergebracht werden, und welche nur soviel Seitendruck haben, daß man weder ganzenSchrot noch Mauerung nöthig hat. Bei dieser Artder Zimmerling muß man genau daraus sehen, wieder Gang fallt, damit der Schacht seine richtigeDonlage bekomme, welches man leicht versehen kann,wenn ein Geviere zu weit herein und ein andereszu weit heraus bauet, wodurch der Schacht nurverkrüppelt, besonders wo nicht Weitung ist, undüberhaupt eine schwere und kostbare Förderniß ver»Ursache wird.

Die halbe Zimmerung wird da angebracht,wo das Hangende sich zieht, das Liegende aber gutist, der Schacht mag saiger oder flach fallen. Manmuß hier erst in Betrachtung ziehen, wie weit derSchacht verzimmert werden muß; dann lege man