498 Schade.
Schade, wenn es nicht geschehen sollte.Nach einer noch weiteren Ellipse wird auch dasZeitwort mit dem Artikel häufig verbissen. Schade,daß sie das Gedicht nicht vollendet haben.Schade, daß ich kein Gleichniß dazu fin-den kann. Less. Schade, sprach er, solltestDu Baum in dies wilde Wasser stürzen!Geßn., das ist, es wäre Schade. — Mit demVorworte für wird es auch häufig ironisch gebraucht,nämlich um anzudeuten/ daß an einer Sache nichtsgelegen ist. Schade für den Kranz! Schadefür das Glück berühmt zu seyn, wenn eönicht beliebt macht! Gell.
Ey Schade für die Schafe,
Und für Tirenen mit! Ich lobe mir
das Band, Rost.Doch Schade, dacht er, für die Ehre,Wenn ich kein zärtlich Wort aus ihrem
Munde höre. Ders.
Adelung macht zu dem Worte Schade nochfolgende Anmerkungen: i) In manchen Mund-arten lautet dieses Wort in der ersten einfachen En-dung der Schaden. In der hochdeutschen Mund-art ist diese Form, welche auch einige Mal in derDeutschen Bibel vorkommt, zwar nicht ganz unge-wöhnlich, jedoch nicht die beliebteste, ob das e gleichin allen übrigen Endungen bleibt. Da dieses Worteigentlich ein Abstractum ist, so ist es auch im Sin-gular allein am gewöhnlichsten, daher es denn auchso oft absolut und ohne Artikel gebraucht wird.Den Plural oder die Mehrzahl braucht man zwarauch, allein nur in der zweiten engeren Bedeutungdes Verlustes an zeitlichem Vermögen; denn dieFeuerschäden, Wetterschäden rc. beziehen sichdoch zunächst nur auf den durch das Feuer undWetter verursachten Machtheiligen Verlust des