Band 
Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schade.

Vermögens; indessen leidet es auch hier kein ei-gentliches Zahlwort vor sich. In einigen Gegen-den scheint es Mängel, Unvollkommenheiten über-haupt zu bedeuten. Darf keine neue Weltmit tausend Schäden schauen, Opitz;undGryphius scheint es für Streitigkeiten, Händelzu gebrauchen: Wer sich mischt in fremdeSchäden.

2 ) In der Fränkischen Mundart schon im ach-ten Jahrhunderte Lcsälie, bei dem Ottfried8cmlo, im Nieders. Schade, Schan, iMjAngels.

im Engl. 8cai1i, im Schweb. lMscka,im Jsländ. 8icmle, im Bühm. und Wend. 8cocks,im Poln. 8r:i<ocIit. Wachter leitet es von demGriechischen Schade her, welches allenfallsein weitläuftiger Seitenverwandter davon seynkann. Noch näher ist das Griech. 'wel-

ches bei dem Scholiasten des Homer für unver-letzt vorkommt, damit verwandt. Der nächsteBegriff ist der der körperlichen Verletzung, derwieder eine Figur dex ersten ursprünglichen Be-deutung der heftigen Bewegung ist. Im Islän-dischen ist daher Nanslciaocl, Todschlag, Menschen-mord; s. auch Schaden.

Schade, in der Assecuranz, Assecuranzschä-den, die Schäden, welche die Assüradeure zu tragenhaben, und welche in den Policen ausdrücklichbemerkt stehen. Man muß aber einen Unterschiedmachen zwischen Schaden, der den versichertenGütern am Bord eines Schiffes zustößt, unddem, welcher sich bei einem wirklichen Schiffbrucheereignet. Der letztere Schaden muß, wenn ererwiesen ist, ohne Widerrede von den Versichererngut gethan werden. Der erstere kann durch schlechteStauung oder Fahrläßigkeit des Schiffers ver-anlaßt seyn, und dafür hat also dieser zu haften.