Schadenfreude. Schädlich. 539
Deutsche Encyclopädie, 6 r Bd., S. 710 ». f.,8 r Bd., S. 475»
Schadenfreude, die Freude über den SchadenAnderer, das Vergnügen, welches man bei demSchaden Anderer empfindet.
Schadenfroh, Bei-und Nebenwort, Schadenfreudeempfindend, und darin gegründet. Ein scha-denfrohes Gemüth. Ein schadenfrohesGelächter. Der Schadenfroh, im gemeinenLeben eine Person, welche über den Schaden An-derer ein Vergnügen empfindet.
Schadhaft, Bei- und Nebenwort, einen Schadenhaben, jedoch nur in der Bedeutung einer körper-lichen Verletzung. Ein schadhaftes Glas.Ein schadhaftes Bein, woran man einenSchaden hat. Schadhaft seyn, werden.Ein schadhaftes Gebäude. Das Dach istschadhaft. Schon in dem alten Fragmente aufKarl dem Großen bei dem Schulter, scsälmkt.
Schädigen, ein regelmäßiges thätiges Zeitwort,welches das Intensiverm von schaden ist, abernur noch in dem Zusammengesetzten beschädigengebraucht wird.
Schädlich, Bei- und Nebenwort, Schaden brin-gend, die Unvollkommenheit anderer Dinge beför-dernd, und in dieser Eigenschaft gegründet, imGegensatz des nützlich. Schädliche Kräu-ter, eine schädliche Speise, ungesunde.DerFrost ist den Bäumen, die Erkältungder Gesundheit schädlich. Ein schädli-cher Nebel, eine schädliche Luft, wofürdoch ungesund üblicher ist. Schädliche Ge-wohnheiten, schädliche Rathschläge. EinschädlichesThier. Ein schädlicherMensch,in engerer Bedeutung, der Neigung und Fertig-keit besitzet, Andern Schaden zu thun. In der