640 Schädlichkeit. Schadlosigkeit.
, Deutschen Bibel kommt es in vielen Verbindun-gen vor, wo man jetzt lieber gefährlich, boshaft-rc. sagt. Bei dem Notker nur «osrlae; beidenSchwäbischen Dichtern selisckelicii, im Grie-chischen
Schädlichkeit,, die Eigenschaft einer Sache, da sieschädlich ist.
Schadlos, Bei- und Nebenwort, keinen Schadenleidend, unbeschädigt. Sowohl in Ansehung derunverletzten körperlichen Beschaffenheit, wo es inder dichterischen Schreibart zuweilen von Perso-nen und Sachen gebraucht wird: O, vertrauensie mir ihn, ich bringe ihn schadlos zu-rück, Zachar., ohne Schaden unbeschädigt
r:n,Wenn er die Geisel eurer Treu. auchschadlos wieder sendet. Schleg. Am üb-lichsten ist es in der engeren Bedeutung des Wor-tes Schade, so fern dasselbe Verlust an zeitli-chem Vermögen bedeutet, wo es doch nur in en-gerem Verstände und als ein Nebepwort üblichist, wegen eines erlittenen oder doch möglichen
,-.Schadens Ersatz habend und bekommend. Ichbin noch nicht schadlos, habe noch nicht Er-satz meines Verlustes. Jemanden schadlos habten, ihm seinen Verlust ersehen. Desgleichen in wei-terem Verstände von dem Ersähe eines jedenVerlustes. Die Vorsicht hält den ehrlichenMann immer schadlos, und öfters schonvoraus, Lest. Die Freundschaft so vor-trefflich sie ist, hält uns doch nie wegender Liebe schadlos. Gell.
Gchadlosbürge, s. Schad bürge.
Gchadloshaltung, die Handlung, da man Jeman-den schadlos hält; imOberdeutschen die Schadlo-sn ng; s. auch Schaden-Erstattung.
Schadlosigkeit, der Zustand, da man schadlos ist,besonders in der engeren Bedeutung.