Schaf und Schafzucht- 545
wird'dieses wehrlose und unschädliche Thier als elUSinnbild, sowohl der Sanfcinuth und Geduld, alsauch der Einfalt und Dummheit gebraucht. Eingutes, frommes, geduldiges Schaf, einesolche Person. Ein einfältiges, albernes,dummes Schaf. Das Schaf von einemManne schwieg zu allem ihrem Unwesenstill, der feige einfältige Mann.
z) Figürlich, wegen einiger Ähnlichkeit in derdicken wolligen Gestalt, werden sowohl die Kätz^chen oder Palmen an manchen Arten von Bämmen, als auch die Kellerwürmer, f. Assel,im gemeinen Leben Schäfchen genannt.
Unter Schaf versteht man das weibliche Thier ei-nes zahlreichen auf dem ganzen Erdboden verbreitetenGeschlechtes,, welches wegen seiner Wolle, Milch undseinesFleisches in der Oekonomie eine sehr bedeutende! Rolle spielt. Im Lat. heißt es Ovi«, im Franz.LrbdiS) im Engl. LLoez), im Jtal. Levo-'r>k>j>im. Span. Oveis, im Flandr. Kclisop, imHebr. 2vn, im Chald. imGriech.
im Arab. im Pers. Oofizianct.
DaS männliche Thier heißt im Deutschen Schaf-fet, auch Widder, Hornbock, weil er Hör-ner hat; in einigen Gegenden auch Herdeham-mer, - weil er einer ganzen,' Herde Schafe vorsteht,der Mann einer ganzen Herde ist; auch Bell-oder Leithammel, weil er die ganze Herde lei-tet; im Lat. im Franz. Lolior, im
Engl. kam oder Inst, im Jtal. Nüülvtisoder Ariete, im Span. (lsriiervz im Poln.
im Schweb. I'our, im Jllyk.oder in der Schweiß LlornlsNi im Schott!»
Uoirtd, im Fland. Kicker, in Madagaskar^Zarono, im Hebr. Lei, im Cbald. vi-ieorriQ, im Griech. it;--- im Arab. im
<vee. rechn. Ene. OX XXVIII. Theil. Mm