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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schaf und Schafzucht. 547

felthiere, OvisAmmon, Fr. Nouktlon, her,welches Thier sich auf den Asiatischen, Kretischenund auch auf den Sardinischen Gebirgen rc. findet^s.Muffelthier, Th. 94, S. 719 u. f. Wenndaher der Muflon als Stammvater der jetzt überden Erdboden verbreiteten Schafherden angesehenwerden muß, so ist es eben so gewiß, daß es nochwilde Schafe, wie eS dergleichen Pferde, Ochsen,Esel rc. giebt. Indessen kann man mit Gewißheitbehaupten, daß keine Gattung von Thieren demMenschen so unterworfen worden ist, als das Schaf,welches wahrscheinlich von der Wehrlosigkeit undDummheit dieser Thiere herrührt; denn wenn manbetrachtet, wie schlecht gefaßt dieses Thier seine Ret-tung durch und in der Flucht sucht; ferner, daß alleRaubthiere seine geschworenen Feinde sind, und esnicht allein vorzugsweise aufsuchen, sondern auchnach seinem Fleische sehr lüstern zu seyn pflegen, sowird man leicht daraus abnehmen, wie leicht es demMenschen wurde, diese Thiergattung zu unterjochen.Ueberhaupt scheint das Schaf vom Anfange her vondem Schöpfer für den Menschen bestimmt wordenzu seyn, weil es ihm im Naturzustände die noth-wendigsten Bedürfnisse liefert, nämlich Nahrung undKleidung; welche Vortheile zieht nun nicht noch dercultivirte Erdbewohner aus dem Talge, der Milch,dem Felle, den Eingeweiden, den Knochen und demMiste dieser Thiere! Es scheint beinahe, sagtBüf-fon, daß die Natur dem Schafe zwar nichts Eigen-thümliches, jedoch Alles zur Befriedigung derBedürfnisse des Menschen gegeben hatte. Ein mehrdenn zu wahrer Satz, wenn wir auf den großenNutzen dieser Thiere in der Oekonomie blicken. Al-lem Anscheine nach kam es daher bloß auf unsernBeistand und unsere Vorsorge an, daß die Schafebis jetzt sich erhalten haben und auch noch fernerhin