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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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550 Schaf und Schafzucht.

sich die körperliche Schwächlichkeit. . Sie könnenkeine großen Strecken Weges zurücklegen, ohne Be.schwerlichkeiten zu empfinden, und eine Reise michsie schwach und kraftlos. Das Herz pocht ihnen,sobald sie zu laufen ansangen, und in wenigen Au-genblicken kommen sie ausser Athem. Große War-me und Sonnenhitze können sie eben so wenig, al;Kalte, Regen oder Schnee, überhaupt Nasse, ver-tragen; daher sind sie auch eine,m Heere von Krank-heiten ausgesetzt, von welchen die meisten noch über.dies ansteckend zu seyn pflegen. Auch das überflüßigrFett verursacht ihnen zuweilen den Tod und Hindu!sie jederzeit in ihrer Fruchtbarkeit. Beim Lamme»müssen sie viel ausstehen und bedürfen hier ganzbesonders der Wartung. Sobald die Zeit heran-rückt, in welcher ein Schaf lammen soll, muß eigleich von der übrigen Herde getrennt und genaubeobachtet werden, damit man demselben bei derGeburt den nöthigen Beistand leisten kann. Außerdem Verwerfen ereignet es sich sehr oft, daß das lzu gebührende Lämmchen eine falsche Lage in derQuere hat oder zuerst seine Füße zeigt, in !welchem Falle die Mutter ohne Beistand >»die äußerste Lebensgefahr gerathen würde. So-bald das Lamm geboren ist, wird es aufgehobenund auf die Füße gestellt. Man melkt nun die er-ste Milch, die sich im Euter des Schafts befinde!,und wegen ihrer Verderbniß dem Lamme schade»würde, und läßt das Lamm nicht eher zum Sauge»,bis sich das Euter wieder mit frischer Milch ange-füllt hat. Das Lamm muß ordentlich warm gehal-ten werden und etwa drei bis vier Tage mit seinerMutter allein stallen, damit es diese genugsam ken-nen und von andern Schafmüttern unterscheide»lerne. Zu gleicher Zeit füttert man das Schaf, Mihm die Verlornen Kräfte wieder zu ersetzen, nnt