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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schaf und Schafzucht. 557

chen Umstände und Pstege sehr verschieden, ft auchdie Quantität und Qualität des Fleisches.

Das eigentliche Deutsche Landschaf,welches niedrige Beine, keine Hörner und eine kurze,dicke, krause und mittelmäßig feine Wolle, gewöhn-lich von gelblich weißer Farbe hak, findet man inSachsen, Preußen, Schlesien, Oesterreich, Böhmen,Mähren, Ungarn, Pohlen rc. Es wird jährlichzweimal geschoren, und die Winterwolle ist besser,als die Sommerwolle. Ein geschnittenes Schaf odirein Hammel, hat nicht nur mehr, sondern üuchbessere und feinere Wolle, als ein Mutterschaf undwas das letztere durch Lammen, Milch, Butter undKäse nützt, das bringt der Hammel durch seineWolle ein.

Man hat noch eine Art Schafe in Deutsch,land, die man auch in Frankreich und England an«trifft, Heideschaf, Heideschnucke genannt«Man findet sie bei uns vorzüglich in den Heidege-genden des Lüneburgischen und Bremischen, in wel-chen magern Gegenden sie auch nur eigentlich ge-deiht oder vielmehr gesund und munter bleibt; dennbringt man sie auf eine fette Weide, so werden siezwar schnell fett, aber durch das Uebermaaß imFressen auch bald krank. Diese Art Schaft sindgewöhnlich gehörnt, leben im Winter und Sommervon Heidekraut (Lrica vulgäres), und wenn sie beigefrornem Schnee nicht dazu kommen können,2 von dem getrocknetem Kraute und von Heide-stroh- Ihre Höhe beträgt 14 bis iz Zoll und ihr'Gewicht Ig bis 2Ü Pfund; bei wohlgenährten Häm-meln 2; bis 28 Pfund. Die Walle, welche sieliefern, ist Meistens grob; unter dieser befindet sichaber auch bei vielen eine kürzere und feinere Wolle,' die aber mühsam zu sorciren ist. Beim schein,welches bei ihnen auch zweimal geschieht, liefern sie ge«