560 Schaf und Schafzucht.
Schweif, ohne Wolle, aber dagegen Mit kurzen fei-nen Haaren bewachsen, wie die am" Bauche. Da stein wildes Naturel haben, so ist auch die Westsiraubig und grob. Man findet diese' Schafrace imHolsteinschen in der fetten Kreinpet-, und Viestec-marsch. .
Das Polnische Schäf, 0v^ Polonica, stdon dem gewöhnlichen, oben beschriebenen. Deutschen' Schafe wenig verschieden. Es ist hochbeinig, hüteinen schlanken leib, langen Hals, kahlen Kopf bishinter die Ohren, einen nackten Bauch, oder derselbeist vielmehr nur mit wenig Wolle bekleidet, eben sodie Beine, und rauhe schlechte Wolle. Man nenntdieses Schaf auch das Schleslsch'k'/'weil man esin dieser Landschaft gleichfalls antrifft.
Das Podolische oder Ukrainische Schaf,anch das langgeschwänzte Schaf genannt,Ovis rnaerourn Leftreft., welches, wie stink jBenennung andeutet, in Podolien und in derUkraine angetroffen wird. Eö hat eine Wolle von,sehr weißer Farbe, welche dadurch fthr geschicktwird, alle Farben anzunehmen, um beim weißenTuche ohne Schwefel, der die Wolle härt und sprödemacht, gebraucht zu werden. ÜbberhUupt gebrauchtman in diesen Gegenden die Vorsicht die Lammesum die Wolle recht lockig zu crhüktefi, mit Deckenvon Leinwand zu benähen. Von diesen. Hämmerstb-ten werden auch sogenannte Barckfiken, womit vorMehreren Jahren die Mäntel sind Oberröck^der Herrenund Damen besetzt wurden, gemacht." Die ProzedrirdrsEinnähenS geschieht von' den Bauern auf folgendeWeise: Man nimnrt die leinene Decken Und breitetsie über die mit Wolle besetzten Theile des Lämwer >so aus, daß sie nur einen sanften' Druck auf dieWolle verursachen, nahet sie dann allenthalben stsst ^jedoch so, daß die Bewegungen des Thieres dadurch