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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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562 Schaf und Schafzucht.

wenn auch bei besserer Güte der Wolle, vergütetwerden.

Das Ungarische Schaf, Ovis 8nn^a-rica. Das eigentliche Ungarische Schaf, auch Kre-tisches oder Ungarisches Zackelschaf genannt,und von diesem kann hier nur die Rede seyn, weildas Deutsche, welches daselbst eingeführt worden,schon oben, S. 557 abgehandelt worden, ist hochbei-nig, langzottig, hat sehr feine, spiralförmig gewun-dene, weißbraune Hörner, welche den Lämmern gleichin den ersten Monaten nach der Geburt wachsen,und einen starken Körper. Da es größer, als dasgemeine Deutsche Schaf und zum Fettwerden sehrgeneigt ist, so ist das Gewicht eines gemästetenSchafes go bis ioe> Pfrmd, auch darüber. DasFleisch ist grobfasericht, jedoch kräftig und wohl-schmeckend, steht aber dem feinen Geschmacke derfeinwolligen Schafe um Vieles nach. Aus der zot-tigen groben Wolle, welche 5 bis 6 Zoll lang ist,werden Kotzen und aus den Fellen Bunda's oderWinterpelze fabrizirk.

In Belon's Reisebeschreibung findet man dasZackelschaf zuerst erwähnt, welcher dasselbe auf demGebirge Jda auf der Insel Candia antraf; wie essich nun nach Ungarmund andern Ländern verbreitethat, ist unbekannt. In Ungarn lebt dieses Schaf ,besonders in den Gegenden des Theiß, ferner in ,Siebenbürgen und in Syrmien. Die größten und !beträglichsten Herden (über eine Million) in Sieben-bürgen werden in den Karpathischen Gebirgen, be-sonders in den Gegenden Kronstadts, wo die mei-sten Pässe nach der Wallachei führen, gehalten, wosie besonders den Sommer über zubringen; im Win- !tec ziehen sie dagegen in die wärmeren GegendenRumeliens bis fast an die Ufer des schwarzen Mee-res hin, in Bessarabien. Diese üppigen Gegenden