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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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564 Schaf und Schafzucht.

land und Iugermanland. Es hat einen langen,glatten, wohlgebildeten Kopf, beinahe gerade auf.rechtstehende Ohren, feine, aber schlecht gestellteBeine, und einen sechs Zoll langen Schwanz, der,so wie der Bauch, ohne Wolle, dagegen aber mitkurzen, groben Haaren, worunter sich Wolle befindet,besetzt ist. Dieses kurzschwänzige und von Gestaltsehr kleine Schaf widersteht der grimmigsten Kälte;in allen nördlichen Gegenden, und in Sibirien, wo-hin es die Rnssen gebracht haben, wird es nach undnach in der Fortpflanzung noch kleiner, dagegenkommt es am größten und von bestem körperlichenZustande an den Uralischen Gebirgen vor, wo esim Genuß eine freiern Bergweide sich befindet; aucherzeugt es hier eine bessere Wolle. Auf den flachenund feuchten Weiden im nördlichen Rußland istdessen Wolle schlecht; auch will man die Erfahrungdaselbst gemacht haben, daß Lämmer, die aus derPaarung dieser Schafe mit dem Ziegenbocke entste-hen, der Mutter gänzlich gleichen, nur daß sie einesehr haarige Wolle haben, die wenig Unterschiedzwischen dem Vater und der Mutter verräth. Durchdie Kreuzung mit andern Schafen läßt sich diesesgemeine Schaf sehr veredlen.

Das Krimmische oder TscherkassischeSchaf hat gewöhnlich runde Hörner, einen sehrlangen, mit Wolle bedeckten Schwanz und ist dabeiwohlgebildet. Die Mutterschafe haben auch gewöhn-lich gebogene Hörner. Die Wolle ist rein von Haa-ren. Man findet diese Race in dem EuropäischenTheile Rußlands, welcher der Okfa südwärts liegt,um den Kaukasus, auch in Syrien, in dem westli-chen Theile der Barbarey, und in Podolien. Inder letzteren Landschaft und in der Ukraine werdendie Lämmer dieser Schafrace, welche gewöhnlich miteiner,zarten, in schöne, kleine Locken gekräuselten