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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schaf und Schafzucht. 567

tritt hier im December ein und man läßt schon halb-jährige Widder zur Paarung schreiten.

Das Isländische Schaf (Ovi8 Islun-dien) hat 4 bis 6 Hörner, die theils durch dieNatur, theils durch die Kunst gebildet werden, in-dem man eine Schönheit darin findet, wenn dieSchafe stark gehörnt sind. Zur Erreichung diesesZweckes pflegt man auch die Hörner mit Mühe zuspalten, die dann, getheilt, nicht wieder zusammen-wachsen. Man hat auch daselbst Schafe ohne Hör-ner. Auch hier werden die Schafe nicht geschoren,sondern gerupft. Die Wolle ist lang, haarig, da-zwischen auch feinwollig, und ein Schaf soll i Pfundz Loth seidenartige, 24. Loth grobe und 5 Loth vonden lang hervorstehenden steifen Haaren, sogenann-ten Hundshaaren, geben. Die Nahrung diejerSchafe ist kärglich, und sie müssen, gleich den Fa-roesischen Schafen, im Winter in diesem rauhenKlima ihre Nahrung unter dem tiefsten Schnee her-vorsuchen, wobei es oft zu geschehen pflegt, dasganze Herden durch den Schnee verschüttet werdenund vor Hunger jämmerlich umkommen müssen.

Das Türkische Schaf, Ovis lureien,wozu man auch die Wallachischen, Moldauischen undMakedonischen Racen rechnet, haben sehr langegrobe Haare. Die Türkischen und MakedonischenSchafböcke, die v. Brenkenhof kommen ließ, wo-gen, gemästet, das Stück 90—- ioo Pfund. DieSchwänze der Makedonischen Schafe, wenn sie recht fettsind, haben allein 16, iz bis 20 Pfund reines Fett.Ihre Wolle, die etwas grob ist, und wovon jedesSchaf an z Pfund und darüber giebt, taugt nurzu Kohen und Winterpelzen. Die Türkischen Schafegeben ein fettes, grobes Fleisch, welches demjenigen,der an das feinfasrige, und geschmackreiche Fleischveredelter Schafe gewöhnt ist, nicht schmecken will.