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Hundert und acht und dreissigster Theil, welcher die Artikel Säure bis Schaf und Schafzucht enthält.
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Schaf und Schafzucht. 569

wohlschmeckend ist. Man hat davon mehrere Abar-ten, worunter das Flandrische die Hauptrace ist.

Das Französische Schaf, Ovi« OuIIi-pc>, trifft man noch in seiner ursprünglichen Rein-heit bei Brienne in Berry an, sonst giebt eS davonin Frankreich eine Menge von Spielarten. DieHauptrace oder vielmehr die ursprüngliche Race istvon mehr als mittelmäßiger Größe und erzeugt glichnur eine sehr mittelmäßige Wolle. Unten am Bau-che und am Halse ist sie fast nackt. An den ver-schiedenen Kennzeichen der Roussilloner-, Ber-ryer-, Ardenner-, Baucaironner-, Nor-männer-Race kann man die Abarten leicht erken-nen. Die meisten dieser Racen haben alle Charak-terzeichen mit den Spanischen ChurroS-Schafen ge-mein. Nach Petri sollen sie von den Spani-schen MouflonS, welche auf den Pyrenäen ange-troffen werden, abstammen. Unter diesen Racen ge-ben die Schafe von Berry die beste Wolle. Seitdem Anfange dieses JahrhunderS hat man auch dieMerinos zur Veredlung der fandes-Race eingeführt.

Das Italienische Schaf, Ovis Italien.Man unterscheidet in diesem Reiche drei vorzüg-liche Schafracen; es sind folgende: i) das Neapo-litanische Schaf« Man theilt diese Schafe inWanderschafe und in stillstehende Schafe.Erstere, welche in der schönen Jahreszeit auf denreichen Weihen in-den Gebirgen von Abruzzo zu-bringen, wandern bei eintretender Kälte in das ge-mäßigtere Klima der Ebenen von Apulien um sichdaselbst auf den reichlichen Weiden im Winter zunqhren; im Frühjahr kehren sie dann wieder in dieGebirgSweiden von Abruzzo zurück. Die letztere Art,welche nicht weidet, wird des Nachts in ,Ställeoder im Freien in Netze getrieben. Die Wolle die-ser letzteren rvirh nur zu groben Handtüchern verwert-