588 Schaf und Schafzucht.
birge von Segovia, Somo-Sierra, Molina, in dasLeonische, besonders in die unermeßlich großen Wei-den von Cervera, bei Aguilar del Campo und indie Ebenen bei Leon bis zu den Gränzen von Ga-lizien, Asturien, BiScaya; das nördliche Navana,Katalonien, Valencia rc. dürfen keine Wanderschaftbetreten, weil diese Provinzen nicht unter die Ge-richtsbarkeit der Mesta gehören, aus diesem Grundedürfen solche auch keinen Fuß in die Pyrenäen sehen.Man findet in diesen Gebirgen nur ChurroS-Schafe,und die Merinos find in diesen Gegenden gar nichtbekannt.
Man trifft unter den Wanderschaften auch vielean, welche Stichelhaare haben, welche Haare aber derWolle keinen Nachtheil bringen, sondern bei derWäsche nach der Schur alle ausfallen und durch dasWasser und Sortiren, nach der Spanischen Wasch-Manipulation verloren gehen. Auch will man dieBemerkung gemacht haben, daß diejenigen Schafe,die hiervon nicht ganz frei sind, allemal mehr Wollein die Wage liefern, als solche, die dünnfellig sindund gar keine Stichelhaare in sich verbergen können;dieserhalb sei auch gar kein Grund vorhanden, dieseunschädlichen Haare ganz zu vertilgen, jedoch wirdzugegeben, daß bei Herden, wo die Wolle schon vorder Schur gewaschen wird, wie bei uns in Deutsch-land, diese Haare für den Fabrikanten eine unange-nehme Gewichtsvermehrung veranlassen können. Manrnuß diese Stichelhaare aber nicht mit den sogenann-ten Hundöhaaren verwechseln, welche rauh, lang undüber die Wolle weit herauSragen; ferner sind siewellenförmig gebogen, und die spitzen, die über dasVließ hervorragen, sind ungekrümmt.
Die MerinoS-Estantes oder die stillliegen-den Herden, trifft man in mehreren Theilen vonSpanien an, und, nach Petri, von einer Schön-