590 Schaf und Schafzucht.
Schafvieh der oben genannten Hirtenvölker einenÜberaus gekrümmten Rammskopf, große, schlappeund niedergeklappte Ohren, die Hörner fast bei allenWiddern im Alter seitwärts herausgewunden, seltenbei Schafmüttern, und nur so, wie bei allen Ham-meln viondförmig gekrümmt. Der Körper ist großUnd ziemlich hochbeinig, nach hintenzu sehr mit Fettbeschweret und üm Steiße statt VeS Schwanzes miteinem großen, oben wolligen, unten kahlen und ge-säßförmigen gespaltenen Fettklumpen versehen, indessen Einschnitten man oben kaum den hervorragen-den Schwanzknochen mit den Fingern fühlen kann.-Uebrigens haben diese Schafe, nach Verhältniß ih-per Größe, nur schwache Beine, aber große Klauen,die Brust ist ungewöhnlich aufgeworfen, besonderszwischen den Vorderbeinen. Der Hodensack ist großund hangend, die Vorhaut oft auch sehr hervorra-gende Obgleich die Wolle weich anzufühlen ist, soist sie doch zottig und ungleich, welches von den vie-len Haaren herrührt, womit sie vermischt ist, die oftün Menge die Wolle übertreffen, Und besonders siedie Schafe am Halse, unter der Brust, am Hinter-kheile und Fettschwanze bloß mit Haaren bekleidet-Nach Pekri kann man die Asiatischen Schafe tunrer vier Klaffen bringen;
iste Klasse Kurz geschwänzte,
Lte — Langgeschwänzte,gke —- Fetts chwänzige,gte — mit Fettpolstern, statt derSchwänze-
Matt kann sie aber auch eintheilen in
Breit- oder Kettschwänzüge Und inLangschwänzige. ,
Das Kirgisische Schaf, welches uns durchPallas besonders bekanntgeworden, ist hoch gestal-tet, hak einen gekrümmten Rammskopf, der untere