Schaf und Schafzucht SN
Schaf wird auch von Petri ohn? weitere Natur,beschreibung angeführt. Es gehört wahrfchrtylichzu den Tibetanischen Schafen, überhaupt zuden Morgenländischen Schafen.' mit Dicken Fett-schwänzen. Es ist in so fern merkwürdig, weil ausder Wolle desselben eine Gaktunss der sogenanntenKaschemir-Shawls gewebt werden soll./Diese.Shawls (Chalas) werden nicht nur in Kaschemir^sondern auch in der Provinz Kermgn in Persienverfertiget. Es ist, wie bekannt, das allerfeinste,weichste und sanfteste Gewebe, welches Menschen-hände aus thierischer Wolle verfertigen können^Diese Shawls werden von jeher ün Orient verfer-tiget und kommen seit dem Anfange des verrvichenenJahrhunderts erst über Bengalen nach Europassonst werden sie über Persien nach Europa gebracht,von woher sie billiger geliefert werden. Die cüler*feinsten Shawls werden aber in Kaschemir au'sZie-,genhaaren gemacht. B e ckm anN erhielt von Pal-taö ein Paar Proben dieses Gewebes aus Kasche-mir mit der Nachricht, daß diese Sorten auS^ Zie-genhaaren gemache werden. Pallas erzählt, daßer aus dem Munde eines Mannes/ der in Kasche-mir gewesen, erfahren, daß die Shawls sowohl' ausder den dasigen Ziegen abgekämmten feinen Wolle,als auch aus der seidenartigen, und die weiseste Seidean Glanz und Schönheit übertreffenden Wolke derSchafe in Kaschemir und Kerman verfertiget wür-den; s. auch den Art. Shaws.
Das Tibetanische Schaf, welches in TibetTus-Aesscl genannt wird, ist nach Beckmannweit größer und breiter, als alle Englische Schafe,und hat einen Fettschwanz von Zs bis 40 Pfund.Die sehr feine Wolle wird theils in Tibet selbstverarbeitet, theils wird sie nach Kaschemir ausge-führt, um daraus Shawls, wie schon obm angc-