Schaf und Schafzucht. 599
mit Haaren und wieder andere mit untermengterWolle und Haare nach Verschiedenheit des Klimas,zugleich bedeckt. Linnü sagt vom AfrikanischenSchafe, daß es statt der Wolle, kurze zottige Haarehabe.'-) Sie haben gewöhnlich einen stark vorge-baueten RammSkopf und die meisten längs demHalse eine etwas heräbhängende Wamme. Manunterscheidet daselbst folgende Raren:
Das Algierische Schaf, mit einer dichten,krausen und ziemlich feinen Wolle. O- C. Nie-meyer in Springe im Hannöverschen, macht indem Hannöverschen Magazien vom Jahre i? 89 .St. 78 , S. I2ZZ u. f., folgende Beschreibung voneinem Älgierischen Schafbock, welchen er vonGibraltar erhalten. Der Kopf war stark gerammset,fuchsroth, mit einer weißen Bleffe, welche vom Kopfbis etwas unter die Augen herabging. Die Ohrenhingen lang herab, und alle vier Füße waren in denFeffelgelenken roth gesprenkelt. Unter den Augen hatteer sehr große Thränenhöhlcn, welche mit einer der-gleichen stark riechenden Feuchtigkeit angefüllt waren>die man bei dem Hirsche antrifft. Die Hörner warenüberaus lang, anderthalbmal gewunden, dunkel-braun und sehr dick, in deren Mittelpunkte dieSchalohren lagen. Die Spitzen dieser Hörner warenglänzend weiß, ragten zwei Zoll zu beiden Sei-ten des Ohrs hervor, und waren in die Höhe ge-richtet. Mit diesen Spitzen schlug er von beidenSeiten, wie das wilde Schwein, wenn er zum Zornegereizt, und von anderen Thieren angefallen wurde.Am Leibe hatte er eine weiße Farbe, eine dichte, sehrfeine und krause Wolle, welche auseinander gezogen8 Zoll Länge betrug, obgleich der Bock nicht langevor der Abreise geschoren worden. Seine Stimmewar tief, heiser, und von der Stimme der einlän-
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