144 Schlffbaukunst.
mit einander verbunden sind, und sobald das Schiffins Wasser gekommen ist, solches von selbst verlas-sen. Die Holländer gebrauchen keine Schlitten, son-dern lassen ihre Schiffe unmittelbar von der Hellingauf eine sehr einfache Art ablaufen, die sich auchdarin von allen übrigen unterscheidet, daß das Schiffmit dem Vordertheil zuerst ins Wasser läuft. Siebauen nicht wie andere Nationen auf dem Stapelfettig, sondern nur das Gerippe und die unterenTheile; das übrige wird auf dem Wasser vollendet.Die Gründe für diese Verfahrungsart sind folgende:das Gebäude wird in weit kürzerer Zeit zum Ablau-, fen fertig gemacht und ist von weit geringerem Ge-wichte, als wenn es ganz ausgebauet wird. Es lei-det daher von dem Stoß, den dasselbe bekommt/wenn es ins Wasser fährt, keinen, oder doch weitwenigern Schaden, indem die Verbindung der Theilenicht auseinander geht, und wenn es auch geschehe"sollte, so ist solche weit leichter wieder herzustellen,weil alle Theile noch zu Tage liegen. Im Waff^'hegt das Schiff viel bequemer, und leidet nicht dasGeringste vom Gewichte seiner Masse, welche sonstallein auf dem Kiele ruht, und noch weniger furchder letztere oder andere Theil des Schiffes, wie be>den zuerst erwähnten Arten zuweilen geschieht. Auchwerden nicht nur die Kosten des Schlittens dabttgewonnen, sondern auch die auf dem Werfte, wasHolländern in ihrem wasserreichen Lande bedeutend^,als anderswo ist. Nachdem nun das Gerippe dsSchiffes zusammeugefügt worden, wird zu demteren Bau des Schiffes übergegangen. Wennder Länge nach durch die Mitte des Schiffes e>"Linie zieht, so heißt diejenige Seite, welche dem, ^nach dem Vordertheile sieht, rechts ist, SteUf^bord; die andere wird dagegen Backsbordse'genannt. Nach diesen zwei Benennungen wird §