152
Schiffbaukunst.
Kühl genannt und dient sowohl dem wachhabenden,als auch dem unbeschäftigten Theil der Schiffsmann-schaft zum Aufenthalt — 41 ,j die Kajüte. DasWohnzimmer des Admirals oder Schiffskomman-danten. Sie nimmt die ganze Breite im hinterstenRaume des Oberdecks ein, erhält ihr licht durchmehrere Glasfenster, die im Spiegel angebracht sind,und sich auf. und niederschieben lassen, und ist ge-wöhnlich kostbar möblirt und verziert. An jederSeite, nächst den Fenstern, geht eine Thür durchdas Schifföbord in die Seitengallerien, die außerdem Borde angebracht und ebenfalls durch Fenstererleuchtet sind. Die eine dient zum Abtritte, dieandere sonst zur Bequemlichkeit. Zu hinterst, in derMitte dcs Fußbodens, ist eine kleine Lücke, die bloßdazu dient, das Einsehen und Aufheben des Steuer"ruders zu bewerkstelligen. Die Wand, welche dieKajüte vom daranliegendenRaume absondert, istvottbemaltem Segeltuche und wird weggenommen, wen"das Schiff zum Gefecht in Bereitschaft geseht wirb'Da der höchste Officier des Schiffes die Auswahlseines Wohnplatzes hat, so ziehen viele die obereKajüte vor. In diesem Fall, und wenn nicht ei"Admiral und ein Kapitain, oder zwei KapitainS ""Bord dienen, sind hier auf beiden Seiten dieten der Ofsiciere eingerichtet, von welchen dietersten den Vortheil der Seitengallerien und ^Beleuchtung durch eines der hintersten Fensterden. Der Mittelraum, der Schiffslänge nach, dir"den Ofstcieren zum gemeinschaftlichen Zimmer.
42, Ist ein abgesondertes Schlafzimmer destains, welches eigentlich in den Raum der Kir^hinausgeht und zur Zeit eines Gefechts ebenft"weggenommen werden kann. — 43, die Kirche,,^Raum, in welchem der Gottesdienst gehalten tsonst ist aber nicht die geringste kirchliche Spur