224 Schiffbaukunst.
kerlichten gebraucht wird, zu welchem Ende aucheine querliegende Winde, Bratspill genannt, s.oben, S. 41, daselbst angebracht ist. Die Barkassehat keine Barghölzer, sondern, wie bei Schaluppen,nur Leisten,« ist bei gleicher Größe leichter, vornschmäler, und behält bis hinten fast die nämlicheBreite, die Spille ist zwar auch im Vordertheil,hingegen ist die Scheibe zum Ankcrlichten hier aneinem krummen Balken, die taubeJütte genannc,befestiget, welche über den Hintersteren hinausragt.—4) Die kleine Schaluppe, welche die Größeund Gestalt der Kapitainö Schaluppe hat, und de-ren sich die Ofstcjere gewöhnlich bedienen. — 5)Die Jülle, 6) das Boot, kleinere Boote von6 — 8 Ruderbänken, womit kleine Gegenstände,hingegen mit der Barkasse oder mit dem großenBoote, schwere Dinge, als Wasserfässer rc. ab-und zugebracht werden. Jede Schaluppe oder Boothat ihre eigenen Ruderer, die unter einem Quartier-meister stehen und immerfort dieselbe Schaluppe zubedienen haben, ohne sich miteinander zu vermischen;doch werden diejenigen, die sich wohl aufführen, vonden Booten und Arbeitsschaluppen auf die OfstcierS-schaluppen befördert; vorzüglich sucht man für dieAdmirals- und Kapitainsschaluppen schöne Burscheaus. Die Ruderer sind gewöhnlich junge rüstige Ma-trosen, welche schon zur See gewesen, aber doch nochnicht befahren sind; man übt sie auch in der Be-handlung des kleinen Gewehrs, um die Mannschaftder bewaffneten Schaluppen zu vermehren. Wen"die Schaluppen neben oder hinter dem Schiffe lie-gen, oder wenn sie am Lande oder sonst irgendwosich befinden, wo die Ruderer nicht zugegen st»d,hält immer einer von ihnen nach der Reihe darrnWache. Auf der Rheede sind die Schaluppen u"Böte fast unaufhörlich in Thätigkeit; wenn dahe