Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schlffbaukunft. 233

«scher. Man reicht da nur gewöhnlich Wasser, undwenn es anfängt verdorben zu werden, so wird Essigund Wachholder-Branntwein (Genever) zugegossen,um es unschädlicher zu machen. An unbestimmtenTagen, wo z. B. angestrengte Arbeitt» oder andereGrunde dazu einladen, wird Mann für Mann einGläschen Genever gereicht. Die Aufbewahrung undAustheilnng der Lebensrnittel hat der Bottelierzu besorgen, und er ist dafür verantwortlich. Ueberden Verbrauch derselben, werden täglich und wöchent-lich Raporte eingegeben, zu welchen diejenigen vonder Stärke der Schiffsmannschaft und von der An-zahl der Kranken alsKontrolle dienen, so daß er miteinem Blick sowohl die Richtigkeit der Verbrauchsta-bellen, als den Bestand der Vorrathe übersehenkann. Die Schiffsmannschaft ist zum Speisen inVackcn eingetheilt, welche Benennung von den höl-zernen Schusseln herrührt, aus denen gespeiset wird;jeder Back ist 10 Mann stark und stebt unter derAufsicht eines Dcckofstcierö, verständigen Matrosen oderMarinierS, welche in dieser Rücksicht Backmcistergenannt werden, und für die Ordnung und Reinlich-keit verantwortlich sind; die übrigen versehen nach derReihe wochenweise den Dienst dabei, welcher die Rei-nigung der Wohnstelle, das Holen der Speise, undZurückbringen der Schüsseln rc. befaßt. Wenn zum^-sten geläutet wird, so bcgiebt sich ein jeder an sei-nen Back und wird vom Backmcister befragt, ob ereine ganze, halbe oder Viertclsportion verlange;well jeder nach Gutdünken fordern kann, c6 darfnder nichts übrig bleiben. Eine ganze Portion sollFresser zu sättigen. Wenn jeder sichr art hat, st> wird die verlangte zusammengerechneteall" Leute eines Backs in einer einzigensitcholt und unvcrwcilt abgespeiset. Sobaldr>os geschehen ist, wird die Wache abgelöset, dar