Schifffahrt. 499
Meer an den Aechiopischen Küsten, in dem Persi-schen Meerbusen und nach Indien handeln woll-en. Von dieser Stadt ließ er die Waaren znLande bis nach Eoptos bringen, nm sie dann aufdem Nil bis nach Alexandrien wieder hinuntersahren zu lassen. Er überwand alle Schwierig-keiten um dieses zu bewerkstelligen, und nm seinVorhaben durchzuführen, versuchte er dasjenige zuStande zu bringen, was seine Vorgänger Ne-cao uud Darius vergeblich unternommen hatten,nämlich den Kanal, wclcheU diese beiden Fürsten"ut gleicher Absicht wie er angefangen hat-ten, zu vollenden, welches ihm auch glücklich
Dieser Kanal ging aus dem Arme des Ntls,den man den Polusischen nannte, in die Gegen-den von BubasteS und ergoß sich bis Arsinoe,welches an der nördlichen Spitze des ArabischenMeerbusens lag, in die See. Man hatte Be-dache genommen, ihn durch Seen oder Teiche zuleiten, welche nebst dem Nil zum Dienste derSchifffahrt überflüßiges Wasser hergaben. Ptole-mäus hatt« sehr sinnreich erbaute Schleusen dar-in anbringen lassen, welche, wenn man durchfüh-ren wollte, geöffnet, und dann schnell wieder ge-schloffen wurden. Dieser Kanal war nach Strabshundert Ellen oder 25 Toisen breit, hatte einehinreichende Tiefe, um die größten Schiffe zntragen, und seine Länge betrug tausend Stadien,welche nicht weniger als 50 Meilen betragen. DieserKanal bot jedoch nicht alle die Vortheile dar,dw man davon erwartet hatten Die Kaufleute,welche nach Indien handelten, konnten sich des-selben nicht zu Nutzen machen, weil die Schiff-sahrt des Arabischen Meerbusens, den sie in sei-ner ganzen Lange hätten durchschiffen müssen, Z"
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