Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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538 Schifffahrt,

200 große Galeeren erbauten, nachdem das Volkalle Einkünfte au§ den Silberbergwerken zu Lanrüimdazu bewilliget hatte, Er bewirkte ferner, daß z»cVermehrung dieser Flotte alle Jahre zwanzigneue Schiffe erbauet wurden; denn seine ganzeAbsicht ging dahin, Athen znr See mächtig zumachen, so wie im Gegentheil die alten Königevon Athen bemühet waren, ihre Unterthanen vomSeewesen und dem Kriege zu entfernen, und sienur allein zum Ackerbau und zu den friedlichenKünsten zu führen. 'Auch würde dieser berühmteFeldherr seinem Vaterlande nicht nur die Herr-schaft über das Meer, sondern über ganz Grie-chenland verschafft haben, wenn Athen wenigergerecht gewesen wäre, in sein Vorhaben zu willi-gen. Themistokles erklärte nämlich in öffentli-cher Versammlung, daß er ein wichtiges Unter-nehmen ersonnen, solches aber dem Volke nichtbekannt machen könne, weil zu dessen Ausfüh-rung Verschwiegenheit gehöre. Der Senat trugdem Aristides auf, sich dieses Geheimniß ent-hüllen zu lassen, und dann dasselbe nach seine!"Gutbefinden ausführen zu lassen oder zu untersa-gen. Themistokles eröffnete nun dem Abgesau^ten des SenatS, daß er gesonnen sei die Griech''sche Flotte in dem benachbarten Hafen zu verbrenne"und dadurch Athen die Oberherrschaft zu verschaff^'Aristides stellte nun in der Versammlungnen Bericht dahin ab: daß nichts Nützlichesaber auch zugleich nichts Ungerechteres sei,das Vorhaben des Themistokles; hierauf gf'Hot das Volk dem Themistokles mit einmün"'ger Stimme sein Vorhaben einzustellen. Diehist eins der schönsten Züge in der Geschichte 'ser Republik. Sie stand auch damals mit g"'^Griechenland in Freundschaft, ein Umstand,