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Schifffahrt.
den Sitz ihrer Seemacht in dem Hafen Lunaangelegt hatten. Nach der gewöhnlichen Meinungsollen die Tyrrhenier von den Lydiern und Pelas.gern abstammen, allein, Dionisius von Halt-carnassuS glaubt, daß sie ein sehr altes Volk,und ursprünglich aus Italien stammen, und diesscheint auch durch die von Ovid angeführte Fa-bel von den Tyrrbenischen Schiffleuten, welcheBacchus in ein Mcerwunder verwandelte, be-kräftiget zu seyn, wenigstens zeigt sie an, daß stes'ch sehr früh auf die Schifffahrt gelegt und zwar«och vor der Zeit, ehe die Pelasgier nach Italienin die Nachbarschaft der Tyrrhenier gekommen,nnd mit ihnen fast ein Volk ausgemacht haben.Nach eben dieses Schriftstellers Ueberzeugung solldie Handlung der Tyrrhenier die Wissenschaft derPelasgier in dem Seewesen zur Vollkommenheitgebracht haben. Sie mißbrauchten aber ihre Machtund legten sich auf die Seerauberei, welches Hand-werk ihnen von den Cartbagiuensern gelegt, undwie ihm wurde ihnen zugleich die Herrschaft zurSee entzogen. — Von den Taren tinern findetman bei den alten Geschichtschreibern nicht vielvon deren Schifffahrt ausgezeichnet, außer daß sieeure Art platter Schiffe erfunden, welche den Flö-ßen geglichen und auch von ihnen den NamenSeftihrt hatten. Der Krieg zwischen den Taren-tniern und Römern wird jedoch von der Handlungund Schifffahrt hergenommen. Sie hatten mitden Römern einen Tractat geschloffen, wodurchvlefen untersagt war, über das Vorgebirge baci-Nlum, welches nahe an dem Meerbusen von Ta-renkum gelegen, hinaus zu schiffen. Cornelius,von Einigen Valerius genannt, Duumvir desSeewesens, hatte ungefähr achtzehn Jahre vordem ersten Punischen Kriege eine Flotte von zehn