Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
Seite
622
JPEG-Download
 

622

Schifffahrt.

und der Dänen, welche die verlassene CimbrischeInsel besehr, und die nicht bloß Räubereien, son-dern auch eine starken Seebantel getrieben, findetman in dem 9ken Jahrhunderte schon mehrere undganz sichere Nachrichten. Die Römer hatten be-reits Norieum an der Donau zu einer Provinzgemacht und waren bedacht, die Länder diesseitsder Donau zu überfallen, als die Sueven, Van-dalen und Gothcn ihre Wohnplähe verließen, undnachdem .sie mit vielen andern Völkern eine Kriegs*Verbindung eingegangen, über die Donau inNori*cum, zugleich aber auch in Pannonien eindrängeltund nicht nur beide überschwemmten, sondern auchin Ober - Italien einfielen und dasselbe hart mit*nahmen. Dieses geschah zur Zeit deö MaregsAureliuS Anton in 6, der vom Jahre 161 bis18t) regierte.

Die Deutschen Seefahrer haben seit demJahrhunderte die meisten LänderentdcckungenWesten, Norden und Osten gemacht. Ihnendie heutige Welt ihre aussührliche Länderbescl)^düngen und eine genauere Erdkunde zu verdankt»'Schon in den ältesten Zriten wußte man in Deut!")*land um das Geheimniß durch AuSgießung ^Oels die tobenden Wellen zu besänftigen und d»Schiff im Sturm unversehrt zu erhalten. — Da,»»!.schon oben bemerkt worden, die Deutsche Sch'^fahrt bald der Seerauberei, bald des Handelsgen geschah, so wurden auch die Kauffahrtcüch'ilsehr stark bemannt. Die große Anzahl der De»schen Schiffe läßt sich schon daraus abnehmen,, ^es damals im Baltischen Meere eigene Ko>'^gab, die keinen Fuß breit landes besaßen und v ^über große Völkerschaften zu gebieten hatten.nannte sie Seekönige. So hinterließ Ol"' ,König von Dänemark, seinen beiden «söhnen 6