Band 
Hundert und drei und vierzigster Theil, welcher die Artikel Schiffbaukunst bis Schifffahrt enthält.
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Schifffahrt. 761

einen Versuch gewagt, dahin zu schiffen, alleinGenonville, Anführer der Schiffe, wardbeim Vorgebirge der guten Hoffnung durch heftigeStürme auf unbekannte Küsten verschlagen, vonwo aus er Mühe batte, wieder nach Europa zugelangen. Im Jahre 1601 schickte eine in Bre-tagne entstandene Gesellschaft zwei Schiffe aus,«m wo möglich auch an den Schätzen des OrientsTheil zu nehmen, um die sich die Portugiesen,Holländer und Engländer stritten. Pyrard, derdiese Schiffe befehligte, kam zwar auf den Maldi-vien an, aber erst nach einer zehnjährigen unglück-lichen Schifffahrt kam er wieder nach Frankreichzurück. Eine zweite Gesellschaft, an deren SpitzeGirard der Flamländer stand, schickte von derNormandie aus im Jahre 1616 einige Schiffenach der Insel Java, welche auch glücklich mitLadungen zurückkehrten, die hinreichend waren,t"n die Interessenten schadlos zu halten; alleindie zu geringe waren, um sie zu neucn Unterneh-tuungen aufzumuntern. Eine vierte Reise wurdet>on dem Hauptmann Regimont, der mehrereKaufleute aus Dieppe zu diesen Unternehmungenftmunterte, unternommen, welche auch wahrschein-lich nicht unglücklich ausgefallen ist; denn er machtein Gesellschaft des Schiffshauptmanns Ricaultmehrere Reisen nach Indien; auch war seineGleise im Jahre 1635, und die Privatgesell-schaft, die er errichtete, nur eine Folge einer 1633von jtzm dahin unternommene glücklich ausgefal-lene Reise. Diese Privatgesellschaft der Kaufleutetwn Dieppe erhielt im Jahre 1642 ein ausschlie-ßendes Privilegium. Die Schiffsahrt nach Ma-dagascar wurde nun eröffnet; allein sie lief un-glücklich ab; denn die Franzosen verwendeten ihreKapitalien, die sie, un, ihren Handel auszubrei-