Feldzug von: Jahr 1645.
„genug wäre, um den gefaßten Entschluß zu rechtfertigen, und schickte dem General„Rosen Befehl, sich mit den Regimentern wieder zu nähern. Auch die andern wur-den zurückgerufen, ausgenommen die, so nur auf zwey Stunden ablagen, Jungro-„stn und Roßwurm, davon das eine zu Creylsheim stand, um die bayerische Armee zu„beobachten, und das andre lveit gegen das Fränkische, wegen der Garnison von„Schweinfurt. Iungrofen versäumte durch seine Schuld die Zeit, und das andre er-„hielt nicht einmal Nachricht vom Gefechte.
„Der Marschall, der so zu sagen überzeugt war, daß der Feind den Marsch, den„er that, wirklich thun würde, gieng am Tage vor der Schlacht mit der großen Feld-wache auf drey Stunden vorwärts, auf dem Wege, den der Feind halten mußte,„wenn er den Angriff beschlossen hatte. Nachdem er ganz spat wieder zurückgekommen„und der Herr von Rosen mit mehr als der Halste von der Cavallerie sich genähert„hatte, brachte um zwey Uhr nach Mitternacht eine Parthey die Nachricht, daß der„Feind mit der ganzen Armee Feuchtwangcn verlassen, und geradesweges gegen ihn an-„marschirte. *) Es war der Morgen vom ziveyten May. Sogleich schickte der Mar-„schall Befehl an die Cavallerie, die auf zwey oder drey Stunden von ihm ablag, sich„zu versammeln, und gebot dem General Rosen aufzusitzen und zur großen Feldwache'Plan 4. aus „zu gehn, um diesseits eines dortigen Holzes in der Nähe von Mergenthal alle die um-Merian. „liegenden Truppen zu sammeln. Ohngeachtet dieses Befehls gieng Rosen durch das„Holz durch, das ohngefähr fünf oder sechs hundert Schritte haben mochte, und hin-terließ der Cavallerie den Befehl ihm zu folgen und jenseits zu ihm zu stoßen. Hät-te er gewußt, daß die Armee des Feindes so nahe war, so würde ers allerdings nicht„gethan haben; denn es ist gewiß, daß, wenn die Cavallerie diesseits des Holzes sich„versammelte, so hätte man ohne Gefecht sich zurückgezogen. Der Marschall, der »licht„länger als eine Viertelstunde in stillem Quartiere verblieben war, um den Truppen„diese Ordre zu schicken, stieg darauf zu Pferde, und als er die große Feldwache nicht„mehr auf ihrem Posten gefunden, so folgte er ihr durch das Holz nach. Jenseits„desselben fand er sieben oder acht Regimenter von seiner Cavallerie, die noch alles, was' „bisher angekommen war, ausmachten, und vom General Rosen en Kamille gestellt„wurden. Ein wenig weiter hin aber sah er zugleich die Avantgarde des Feindes, die„eine kleine Viertelstunde davon mit ziemlich breiter Front aus einem andern Holze vor-
„rückte.
*) Die bayersche Armee brach am isten May gegen Abend auf, und ruhte die Nacht zu Pretfelde».