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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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32
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z- Feldzug vom Jahr 1645.

„Holz: also fand der linke Flügel des Feindes Mittel, unter dem Schutze des Holzes,„das seine Infanterie gewonnen, gleichfalls vorzurücken. Die französische Cavallerie,„die keinen Feind mehr vor sich sah, als drey Escadrons der feindlichen Reserve, weil„beydes, die erste und zweyte Linie, geflohen, ward nun gewahr, daß ihre eigne Infan-terie sämmtlich die Waffen weggeworfen, und die feindlichen Schwadronen sich in ih-„rem Rücken formirten. Sogleich gerieth alles in Verwirrung, und bald darauf in„völlige Flucht. Der General Rosen wurde gefangen, nachdem er so wie die ganze„Cavallerie trefflich das Seine gethan. Türenne zog sich nach dem großen Holze im„Rücken der Armee zurück, hart von zwey feindlichen Reutern gedrängt, die ihm Quar-tier zuriefen; und nachdem er mit zwey oder dreyen, die bey ihm waren, den Weg sich„geöffnet, so fand er jenseits des Holzes drey Regimenter Cavallerie, Düras, Beau-„veau und Tracy, die jetzt erst anlangten, weil das Unglück gewollt, daß viele Reuter„wegen der Iahrszeit ihren Pferden zur Ader gelassen, und folglich so schnell nicht zum„Gefecht kommen konnten. Mit diesen Regimentern vereinigten sich zwölf bis fünfzehn„hundert Pferde von den Geschlagnen, und Türenne stellte sie en Kamille, um gegen„den Feind anzurücken, wenn dieser sofort und in Unordnung das Holz passirt hätte.„Als er aber sah, daß jener sich Zeit genug gab, seine Ordnung nach dem Gefechte„wiederherzustellen, die französische Infanterie aber völlig verloren, und von der Ca-„vallerie nur drey Regimenter, die nicht gefochten, übergeblieben waren, fo wollte er nun„das, was er noch hatte, lieberretten, ob es gleich nur mit Kummer und Mühe ge-schah. Er befahl also dem Herrn von Beauveau, mit seinem Regiments und dem„Reste der Cavallerie, die im Gefechte gewesen, gerade nach dem Mayn zu marschiren,*)„und an der Gränze von Hessen, die auf fünfzehn bis sechzehn Stunden davon ab seyn„mochte, wieder zu halten: der Marschall selbst aber blieb mit den Regimentern Düras„und Tracy zurück, um die letzte Retraite zu machen, und den vordem die Zeit zu ge-rben, daß sie die Tauber passirten, wo es verschiedne Furchen gab. Es geschah wie„der Marschall gedachte; und sobald er nun alle diese Cavallerie weit genug entfernt„sah, um nichts mehr für sie zu befürchten, so dachte er nun auch für sich selbst auf den„Rückzug. Die Feinde, die nun sahen, daß diese zwey Regimenter allein sich zurück-zögen, prallten von allen Seiten an, um ihnen den Rückzug abzuschneiden; Türenne„aber zog sich mit ziemlicher Ordnung bis zur Tauber, die in gleicher Fläche lag, und„man schlug zwey bis dreymal die Feinde, die durch denselben Furth passiren wollten,

„zurück.

-) Die gerettete Reuterey gieng bey Wertheim melburg; die Vereinigung geschah zu Lauterbach.und Markbreit über den Mayn, Türenne zu Ham- Pufendorf und Merlan,