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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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33
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Feldzug von; Jahr 1645. * zz

„zurück. Endlich aber, da sie auch andre fanden, wurde man gezwungen in kleinen„Trupps seinen Weg weiter zu nehmen, nachdem man einige Standarten verloren hatte.„Diese zwey Regimenter, besonders aber Tracy, so die Arriergarde formirte, thaten„hier alles, was man kühn lind entschlossen nennen kann. Der Marschall zog sich An-„fangs nur mit fünfzehn oder zwanzig Reutern oder Officiers, bald aber mit einem„grbßren Trupp von hundert bis hundert und fünfzig Pferden zurück, marschirte die ganze„Nacht durch, und gieng durch einen Furth über den Mayn, wo er sodann am folgen-den Tage mit dem Abend seinen Weg fortsetzte, um mit seiner Cavallerie gegen die hes-„sische Gränze sich wieder zu vereinigen. Der Feind nahm einen großen Theil der In-fanterie gefangen, die ganze Bagage, zehn Kanonen und zwölf bis fünfzehn hundert„Reuter und Officiers, wie auch die Generale, Montausier, Schmidtberg und dü Pas-„sage; nach diesem aber verblieb er einige Tage ruhig, ohne weiter vorwärts zu rücken.

„Türenne, in den Gedanken, daß ihm vielleicht ein Corps Cavallerie folgen möch-te , hielt sich ein oder zwey Tage mit zwölf bis fünfzehn hundert Pferden in den Wal-dungen auf; als er aber nichts ankommen sich, begab er sich nach den Gränzen von„Hessen. *) Die verwittwete Landgräfin **) schickte sofort den General Geiö, der ihre'

„Truppen

*) Vrief des Marschalls an feine Schwester, und derHesscn, die mit den meinen zugleich sämmt-Mademoisclle de Bonillon, über diese Schlacht, lieh zu dem Herzog von Cnguien stoßen werden,Sie war des Marschalls Freundin und Vertraute, setzen die Sachen in bessern Stand, als man je hat«Den 4ten Julius 1645. te hoffen können. Ich bin bis auf zwey tausendLiebe Schwester, Mann eben so stark, als ich vor der Schlacht war,

Ich bin noch immer in Unruhe über deine Krank- und habe vor ohngefähr drey oder vier Tagen eineheit; und wenn du wieder gesund bist, so werde ich kleine Stadt (Weinheim) eingenommen, wo hun-die andre Unruhe haben, daß du vielleicht wegen dert Mann vom Feinde lagen, die zu uns übergc«meines langen Stillschweigens böse bist. Ich ge- gangen. Ich bin der Frau Landgrafin von Hessenstehe, daß ich Anfangs mich nicht überwinden könn- vielen Dank schuldig, daß sie ihre Truppen mit mirte, dir von meinem Unglücke zu Mergentheim das so weit wegschicken mögen, und zu einer Zeit, wogeringste zu schreiben, weil ich wußte, wie nahe es der Feind in ihr eigen Land eindringen konnte. Siedir gehen würde. Ich war für dich eben so sehr ist, wie ich dich versichern kann, von wahrer Treuals für mich selbst darüber beschämt; und so son- und Glauben. Ich bitte dich, mich beständig zuderbar es auch seyn mag, so kann ich dir doch lieben, als um das, was mich am meisten von al«schwören, daß ich deswegen mich nicht entschließen lem erfreuen kann. Ich bin rc.konnte, es selbst dir zuschreiben. Wenn nach ei- Ramsay in den Documenten zu seinem Lebe«nem Unglücke, das mir aus Mitleiden gegen die vom Marschall Türenne.sehr mitgenommenen Truppen und aus zu großer **) Amalia Elisabeth von Hanau, Tochter Phi«Gefälligkeit für die Officiers widerfahren ist, man lippLudewigs, Grafen von Hanau Münzenberg, undsich noch in etwas trösten kann, so wäre es, daß Catharina von Nassau, Tochter Wilhelm des ersten,die Feinde in nichts von ihrem Siege Vortheil ge« Prinzen von Oranie«.zogen. Die Truppen des Herrn von Königsmark