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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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36
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z 6 Feldzug vom Jahr 1645.

Befehl, die Bewegungen der Franzosen zu beobachten; und Wisloch und einige andrePosten auf dem Wege vom untern Necker nach Heilbrunn wurden besetzt. Am fünf-ten Julius gieng die Türennische Armee bey Ladenburg über den Necker, vereinigte sichmit der Armee des Prinzen, und bezog mit ihr das Lager in der Gegend von Heidelberg;Mercy aber nahte sich bey Gundelheim. „Der Prinz und der Marschall mit einem„großen Corps Cavallerie giengen als Avantgarde vorwärts, und nahten sich Heilbrunn„bereits bis auf eine Stunde Wegs, als sie jenseits des Neckers die feindliche Armee„entdeckten, die eben noch anlangte, und zwischen Neckers-Ulm und Heilbrunn auf„den Weingebirgen en Kamille sich setzte. Die Avantgarde machte hierauf Halte; man„erwartete die Infanterie, die noch weit entfernt war, und campirte diesen Abend in„selbiger Gegend. Als nun die Hoffnung der französischen Armee auf Heilbrunn ver-buchtet, und auch der Uebergang daselbst unmöglich geworden war, da die ganze feind-Plifendorf „liehe Armee gegenüber stand:" so sagt man, daß alsdann im Kriegsrath der Vorschlag'und Merlan. L^sth^ri, den obern Necker zu passiren, und Heilbrunn und die bayrische Armee zurLinken zu lassen. Die französischen Generals waren einstimmig dieser Meynung, weildas Unternehmen an sich leicht war, und auf dem geradesten Wege zur Ausführung desgroßen Entwurfs führte. Aber Königsmark und die Hessen widersetzten sich, wie sehrauch die Franzosen darauf drangen, weil auf solche Art die Bayern zwischen ihnen undihrem Lande stehen würden; und sie drohterr beym Gegentheil mit dem Abzüge. Manwählte also die andre Parthey, ob sie gleich nicht anders als über lange Zeit zum wah-ren Zwecke führte, und beschloß, unterwärts überzugehn, in Franken sich etwas zuerholen, und alsdann vor nach der Donau zu dringen, um entweder hieselbst Vortheileüber den Feind zu erhalten, oder plötzlich wieder rückwärts zu marschiren und Heil-Memoires brunn wegzunehmen. „So brach diesem gemäß am achten Julius die französische Ar-schall »mee ""f, und rückte vor Wimpfen, eine kleine Stadt am Necker zwey Stunden vonrenne von „Heilbrunn; die Kanonen wurden sofort zur Breschbatterie aufgeführt, und die Stadtihm selbst, „ergab sich ohngefähr mit drey hundert Mann Besitzung. Der Feind, der nun sich,„daß unsre Armee Meister von einem Uebergange über den Necker geworden, ließ eine„gute Besatzung zu Heilbrunn zurück, und lagerte sich an eben demselben Tage zu Thal-„heim bey Velberg, zwey Stunden von Craylsheim.

„Am neunten Julius gieng die französische Armee über den Necker, ließ zu^ ' „Wimpfen eine kleine Besatzung und näherte sich der Tauber; die Bayern aber blieben„ihr zur Seiten und rückten nach Craylsheim. Der Graf von Königsmark, der die„Feinde itzt entfernt sah, und allerdings ganz gern für sich allein in Franken seyn mochte,

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