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Feldzug vom Jahr 1645.
«er die feindliche Armee, wie sie über den Bach gierig, gesehen, schickte der seinigen Befehl,«marschfertig zu seyn; und als die Partheyen sowohl als seine eignen Recognoscirungeu«ihm zeigten, daß der Feind, die Schlacht anzunehmen, nicht entfernt schien, so ver-gieß er den Ort, hinter welchen er große Vortheile hatte, und befahl der Armee, vor-wärts zw marschiren. Gegen Mittag rückte die Armee irr diese große Ebne vor, und«um vier Uhr stand man dem Feinde gegenüber; dem: man hatte viel Zeit gebraucht,«um sich auszubreiten und die Oräre äe baraille zu formiren. Das Dorf vor der«feindlichen Front gab mit Recht mehr als einen Vorschlag in den Sinn, entweder„es selbst anzugreifen, oder mit der Cavallerie allein gegen die beyden Flügel anzu-rücken. Weil es indeß kein hinlänglich sicher Unternehmen ist, die Flügel einer Ar-„mee allein zu attaquiren, ohne zugleich die Infanterie im Centro zu drängen, so hielt„man es auch hier nicht für zuträglich, wie schwer der Angriff des Dorfs auch seyn„mochte, die Cavallerie allein ins Gefecht zu führen, ohne daß die Infanterie in glei-„cher Front anrücken könnte; und weil nun das Dorf auf mehr als vier hundert„Schritte vorwärts der feindlichen Front lag, so glaubte man, daß die Flügel«Halte machen müßten, während die Infanterie angriffe, um die ersten Häuser,«oder wenigstens einen Theil von ihnen, zu gewinnen, und sich darin festzusetzen. Das«Geschütz rückte in dieser Absicht an, damit man nicht von dem feindlichen litte, ohne«ihm wieder zu schaden; weil aber das, so festen Fußes steht, über das, so im Marsche„feuert, große Vortheile voraus hat, da man bey diesem die Pferde bald ab- bald an-spannen muß, wodurch viel Zeit verloren geht, so that das feindliche Geschütz den Un-sern mehr Schaden, als das unsre den Ihren."
Der Marschall Grammont commandirte den rechten Flügel der Armee, an dendie Infanterie stieß, die in zehn Bataillons abgetheilt war, und von drey Escadronsder Gensd'armes unterstützt wurde: Türenne commandirte den linken Flügel, wo dieganze deutsche Cavallerie stand. Bellenave und Marsin, Marechaux de Camp, und Ca-stelnau Marechal de Bataille führten die Infanterie. Geis von den Hessen und derOberste Oheim von der weimarschen Cavallerie führten auf dem linken Flügel diezweyte Linie, die aus allen hessischen Truppen und zwey Regimentern TürennischerCavallerie bestand. Chabot Marechal de Camp stand auf dem rechten Flügel bey derReserve, und la Moussaye war bey dem Prinzen zur Ueberbringung seiner Befehle.
„In dieser Stellung rückte die französische Armee gerade gegen das Dorf, und«der rechte Flügel unsrer Cavallerie blieb gegen den feindlichen linken in der Ebne, der„linke gegen den feindlichen rechten und dem Berge, der sanft nach dem Dorfe zu ab-
«lies.