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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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41
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Feldzug vom Iahr 1645. " 41

„lief. Anfangs in den ersten Häusern desselben fand die Infanterie nur wenig Wider-„stand; als sie aber weiter vordrang, sich sie drey oder vier bayrische Regimenter vor sich,«die zum Theile die Kirche und den Kirchhof besetzten, zum Theil aber die Häuser durch-brochen hatten, und beyde ein so lebhaft Feuer unterhielten, daß die französische Infanterie„mit einmal Halte machte und zu wanken ansieng. Matt unterstützte sie mit andern„Regimentern; Mercy aber, der hinter dem Dorfe hielt, that das Nämliche, so daß„das Gefecht sehr hartnäckig wurde und viel Volk von beyden Seiten fiel, mehr aber„von den Unsern als vom Feinde, weil sie in die Häuser sich eingeschnitten. Es arbeitete„sogar ihre zweyte Linie auf der Höhe, und warf, während die erste focht, Verschan-„zungen auf; dem Erfolge nach brachte es zwar keinen Vortheil, es zeugt aber von den„Kenntnissen und dem kalten Blute des Generals. Der Prinz ließ den Marschall„Grammont bey seinem Flügel, und gieng oft in das Dorf, wo zwey Pferde unter„ihm verwundet wurden und viele Schüsse auf seine Rüstung fielen; auch der Mar-„schall Türenne that sein Möglichstes, um die Infanterie, die in der Gegend seines Flü-„gels im Dorfe stand, zum weitem Angriff zu bringen, aber vergebens. Bellenave,„Marechal de Camp von seiner Armee, blieb; Castelnau von der Armee des Prinzen,„la Moussaye und viele andere Officiers wurhen gefährlich verwundet. Aber in der„Hitze und zugleich gegen das Ende dieses Gefechts traf den Feldmarschall Mercy eine„Musquetenkugel, und er blieb auf der Stelle. Es ist zu glauben, daß, als der linke„Flügel des Feindes unter Johann von Werth gegen die Cavallerie des Prinzen an-„nrckte, sie noch nichts von seinem Tode gewußt haben. Das Gefecht des Dorfs,„wo einige Escadrons gebraucht wurden , die Infanterie zu unterstützen, hatte bereits„länger als eine Stunde gedauert, als der linke Flühel der feindlichen Cavallerie sich in„Bewegung setzte. Man hat oft gesagt',, daß hier der Fehler begangen worden, einige„Graben, so zwischen den Flügeln lagen, passiren. Ich glaube aber nicht, daß dies„von Folgen gewesen; denn der ganze Flügel stand en Kamille, und sah gegen sich über„die Feinde, die im kleinen Schritt zum Gefecht ankamen, aber nur wenig Widerstand«fanden. Der Marschall Grammont wurde hier gefangen; und ob er gleich alles„Mögliche gethan hatte, so vermochte er doch nicht, weder die zweyte Linie noch die erste„zum Stande zu bringen.

„Der Prinz, der immer noch nahe am Dorfe gehalten, war eben zum Flügel«des Marschalls gegangen, als dieser, der den Angriff im Dorft, mislingen sah, und„daß die Cavallerie vom feindlichen linken Flügel gegen unsern rechten marschirte, nun„auch mit dem seinen wider den Berg vorrückte. Der Marschall sprach den Prinzen

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