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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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43
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Feldzug vom Jahr 1645. 4z

»trieben; er selbst aber kam zurück, um seinen rechten Flügel zu unterstützen, oder sei-»ner Flucht zu wehren. Wenn er bey diesem Vorsatz nicht den Weg, den er gekom-men, wo er das Dorf zur Linken ließ, gewählt hätte, sondern vom Orte feines Siegs»ab gerade durch die Ebne gegen die hessische und weymarische Cavallerie angerückt wäre,

»so wären diese nicht im Stande gewesen, auch nur im geringsten zu widerstehen, und»die Unordnung gar leicht in den Flügel eingerissen, der auf diese Art umringt gewesen„wäre. So aber war die Sonne bereits untergegangen, als die Cavallerie des Herrn„von Werth hinter dem Dorfe vorzukommen anfieng; und weil unmittelbar drauf die„Nacht kam, so blieben die beyden Flügel, die beyde, was ihnen entgegengestanden, ge-schlagen , en Karaille einander gegenüber. Weil aber die französische Kenteren' dem.

»Dorfe Allerhausen etwas näher stand als die feindliche, so ergaben sich einige ihrw Re-gimenter Infanterie, so auf dem Kirchhofe und in der Kirche standen, an den Mar-»schall Türenne, ohne daß sie wußten, daß ihre Truppen keine fünf hundert Schritt»davon ab waren.

„In dieser Stellung verblieb die Cavallerie einen Theil von der Nacht nahe bey»einander in der Ebne, und die äußersten Wachten näher als fünfzig Schritt. Um ein»Uhr nach Mitternacht fieng die feindliche Armee an sich zurückzuziehen, ohne daß sie»mehr Ursache dazu gehabt als die unsre, den Verlust ihres Generals ausgenommen.

»Viel Geräusch hörte man nicht, denn sie hatten keine Bagage, und brachten nicht mehr»als etwa vier kleine Stücke davon. Der ganze Rest von zwölf oder fünfzehn blieb auf«dem Gkamp äs Kamille. Mit Anbruch des Tags sah man auch nicht einen einzigen»mehr, und man erfuhr, daß sie nach Donawerth geflüchtet, einer kleinen Stadt an der»Donau mit einer Brücke vier Stunden von dem Schlachtfeld. Der Marfchall Tü-„renne verfolgte sie mit zwey bis drey taufend Pferden bis nahe an den Ort,

»Der ganze rechte Flügel der französischen Armee und ihre ganze Infanterie, drey»einzige hessische Bataillons von der Reserve ausgenommen, wurden geschlagen, und»mehr als drey bis vier taufend Mann blieben auf dem Platze. Vom Feinde lag, der»ganze rechte Flügel ihrer Cavallerie unter; drey oder vier Regimenter Infanterie, die»mit ihm gefochten, wurden zu Grunde gerichtet, und zwey ergaben sich in der Kirche,

»und fast die ganze Artillerie ward unser. Ihr Verlust im Dorfe war beträchtlich,

»doch, im Ganzen genommen, weniger als der unsre." Der Marfchall Grammont Pufenborf,und der Marquis de la Chastor wurden von der unsern, der kaiserliche General Gleen M^ian,^-und die Obersten Herzog von Hollstein, Stahl, Reyer, Hill, Kopp und Banger vonfeindlicher Seite gefangen. Unter den Todten unsrer Seits waren die Herren von Türmn/

F 2 Chate-sUbst.