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zs Feldzug vom Jahr 1646.
„schall die Abrede, daß er gegen den May mit der schwedischen Armee in Hessen ein-rücken, die französische aber unterhalb Maynz den Rhein passiren, und beyde im Nas-„sauischen sich vereinigen sollten. Podagra und eine langwierige Krankheit, die den„schwedischen General eine Zeitlang in Sachsen zurückgehalten hatten, zwangen ihn end-lich das Commando niederzulegen, in welchem er nach des Feldmarschalls Bannier„Tode allen Ruhm, den ein großer Feldherr nur haben kann, durch den Gewinnst ver-„schiedner Schlachten, durch den Ruin einer großen feindlichen Armee, die er zu Nichts„verwandelte, und durch einen allgemeinen Ruf von Weisheit, Muth und Kunstsich„erworben. Wränge! *) übernahm das Commando, und führte den Entwurf aus,„den Torstensohn und Türenne verabredet hatten."
Plifendorf Im Anfange des Jahrs hatte er die schwedische Armee gegen eine weit überlegeneund Keriiw. feindliche Macht aus Böhmen nach dem thüringer Lande ohne Verlust in die vorhaben-den Winterquartiere geführt, brach zu Anfange des Aprils aus denselben auf, und **)rückte gegen die Weser, wo er Höxter, das kaiserliche Besatzung hatte, wegnahm, unddarauf seinen Marsch gegen Paderborn und Stadtbergen fortsetzte, beyde eroberte undden Hessen übergab. „Zu eben dieser Zeit kehrte Türenne aus Frankreich nach seiner„Armee am Rheins zurück, versammelte sie gleich mit dem Anfang des Mays, und„ließ abwärts nach Bacharach eine Schiffbrücke fahren, um sich mit den Schweden in„Hessen vereinigen zu können. Allein nachdem alles von beyden Seiten dazu verabre-det worden, kam St. Aignan vom Cardinal Mazarin zur Armee, und brachte dem„Marschall die Nachricht, daß, da der Churfürst von Bayern auf dem Congresse zu„Münster den französischen Gevollmachtigten die Versicherung gegeben, daß seine Ar-„mee nicht zur kaiserlichen stoßen sollte, wenn die französische nicht über den Rhein gien-„ge, so wäre der Befehl des Königs, daß sie diesseits verbliebe. Zugleich aber gab„der Abgeordnete dem Marschall zu verstehen, daß die Absicht des Hofs sey, Luxem»„bürg zu belagern. Als diese Nachricht anlangte, waren die Schweden, dem Entwürfe„der Vereinigung gemäß, bereits über Marpurg gegen Wetzlar und Gießen angerückt,„und machten daselbst Halte. Es war der Altfang vom Iunius.
„Türenne, der alles in Deutschland für verloren hielt, wenn, was der Hof be-fohlen, geschähe, vollzog nicht alles, sondern begnügte sich, daß er nicht über den
„Rhein
Carl Gustav Wrangel, Graf von Cilfmtz. Gustav, nachmaliger König von Schweden, esdurg, Rcichsrath, Feldmarschall und Gou- übernahm.
verncur von Pommern, dirigirte die Operatio. **) Von Gotha und Jlmstadt über Wanslcben,nen aller schwedischen Armeen in Deutschland Goldbach, Großeng olln, Dingelstadt, Heiligenstadt,bis zum Jahr 1648, da der Pfalzgraf Carl Friedland und Dransseld in neun Marschen.