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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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51
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Feldzug vorn Jahr 1646.

„Rhein gierig, um einem so gemeßnen Befehle nicht auf der Stelle ungehorsam zu seyn;

:„;wey Tage aber, nachdem St. Aignan zurückgegangen war, riß die Schiffbrücke des„Marschallö von großem Wasser. Wahrend nun, daß sie wieder hergestellt ward, er-,Hielt Türenne schon die Nachricht, daß die kaiserliche und bayersche Armee in Franken„sich vereinigt hatte, und geradeswegs auf die Schweden anrückte, die sich daher wie-der nach Hessen zurückzogen. Jtzt ward, wie er sich, die Vereinigung mit ihnen über„die Brücke von Bacharach unmöglich; und weil er nun keinen andern Uebergang über„den Rhein hatte, als durch Städte, die den Holländern gehörten, warf er einige Re-„gimenter Infanterie unter dem General du Passage nach Maynz, und brach mit der„ganzen Armee auf, zwey Tage nach erhaltner Nachricht von den Bewegungen des„Feindes; dem Cardinal aber berichtete er seinen Entschluß durch einen Courier. Die„Armee gieng durch einen Furch fünf oder sechs Stunden unterhalb Coblenz über die„Mosel, und von daraus durch das Cöllnische und Mörs nach Rheinbergen und Wesel,

„nachdem der Marschall zuvor einen Abgeordneten an den Prinz von Oranien und die„Generalstaaten geschickt, um den Uebergang von ihnen zu verlangen.

„Nach zwölf oder vierzehntägigem Marsch erreichte die Armee Wesel, wo die„Herzogin von Longuevilte eintraf, die sich zu ihrem Gemahl, den Gesandten des Kö-„nigs beym Congresse von Münster, begab. Der Marschall folgte zwey Tage lang„mit der Armee dem Wege dieser Prinzessin, und wandte sich darauf gegen Lippstadt,

„wo hessische Besatzung lag; und von daraus schickte er dem schwedischen Feldmarschall„Nachricht von der Zeit, da er sich mit ihm zu vereinigen gedächte. Die französische„Armee hatte länger als einen Monat große Märsche gethan, und es hatten die Kaiser-lichen und Bayern sich zwar inzwischen den Schweden genaht, nicht aber sie anzugrei-„fen gewagt, weil diese beständig in vortheilhaften Posten sich setzten, so daß öfters klei-„ne Gefechte vorfielen, nie aber ein beträchtliches. Der Feldmarfchall Wrangel lenkte„alles mit vieler Weisheit und Muthe."

Die Kaiserlichen und Bayern, die gleich nach dem Abzüge der Schweden aus PufendorfBöhmen ihre Winterquartiere in Franken bezogen, versammelten sich in der Mitte des ""d Merlan.Mays zu Schweinfurt, und hatten Anfangs die Absicht, gegen Niederhesscn anzurücken;als aber die Schweden nach Oberhessen sich wandten, und wider den Landgraf vonDarmstadt, der mit Cassel zerfallen, feindlich agirten, so näherten sie sich Aschaffen-burg und dem Mayn. Königsmark, der Anfangs gegen die untre Weser etwas unter-nehmen sollen, kam von Vecht, dessen Belagerung er aufhob, über Lemgow und Pyr-mont, die er unterwegenö wegnahm, zur Wrangelschen Armee, und diese brach sodann

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