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Feldzug vom Jahr 1647 und 1643.
„Marsche, daß die Besatzung von Frankenthal Worms belagerte, und Türenne ließ den„Platz durch ein Corps Cavallerie entsetzen; Falkstein, so von den Lothringern besetzt„war, wurde eingenommen, und der Uebergang geschah zu Oppenheim über den Rhein.„Die Armee verblieb bis weit in den Ienner in dem darmstädter Lande, und wartete,„bis die Schweden wieder vorzurücken im Stande waren. Es hatte auch diesem ge-„mäß der Feldmarschall Wrangel das Rendezvous zu Oldendorf an der Weser gegeben,„und den Landgraf Friedrich von Hessencassel bereits vorausdetaschirt, um gegen Hessen„vorzurücken, das auch die Feinde sofort verlassen hatten; dennoch aber war die schwe-dische Armee ihre Vortheile zu verfolgen noch nicht im Stande, und brauchte einige„Zeit mehr, um sich zu erholen und die Cavallerie beritten zu machen. Türenne sah sich„also gezwungen nach Straßburg zurückzugehn, ohne daß für itzt die Vereinigung geschah.
„Eben waren die Quartiere an die Armee in Lothringen ausgetheilt, und der„Marschall auf erhaltne Erlaubniß im Begriff, an den Hof von Frankreich zu gehen,„als die verwittwete Landgrafin ihm einen Abgeordneten mit der Nachricht schickte, daß„nun die schwedische Armee zu marschiren im Stande sey, wofern auch die französische„über den Rhein gienge, um sich mit ihr zu vereinigen. Es war nun allerdings ein„sehr widriger Umstand, acht Tage lang durch ein Land, da man herkam, und das völ-lig erschöpft war, mit einer Armee durchzumarschiren, die gleichfalls so sehr herunter-gekommen, und nun gehofft hatte, endlich Quartiere zur Erholung zu haben. Den-noch hielt der Marschall die Sache für so entscheidend wichtig, daß er sich begnügte,„den Herrn von Vautorte an den Hof abzuschicken, um zu berichten, daß er über den„Rhein gienge und alsdann sich Beystand erbäte. Darauf aber ließ er Pferde in„der Schweiz einkaufen, gab der Artillerie eine Frist von zehn Tagen sich wieder in„Stand zu setzen, und kehrte im Monat Februar nach Maynz zurück, und über den„Rhein, um in Franken mit den Schweden sich zu vereinigen, ob er gleich acht Tage„lang auf diesem Marsche zubringen mußte, ohne kaum das Stroh für die Pferde zu„finden. Für die Infanterie gab er Befehl, Mantel zu verfertigen, weil die Jahrs-„zeit sehr hart war; und so stand derselbe endlich jenseits des Rheins mit vier tausend„Mann Infanterie, vier tausend Reutern und zwanzig-Stücken, zwölf bis fünfzehn„eroberten Platzen, und alles in gutem Stande. Einige Zeit vor dem Uebergange schrieb„der Marschall an den Churfürst, daß sein König von der Zeit an, da er gegen die„Schweden von neuem sich erklärt hätte, auch seiner Seits beschlossen, die Tractaten„von Ulm aufzuheben. Es wußte hierbey der Marschall zwar wohl, daß die Absicht„des Hofs war, ihn alles, was er könnte, gegen den Kaiser unternehmen-zu lassen;.
„Bayern