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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vom Jahr 1647 und 1648.

„vier hundert wieder zu ihm begeben, und die Schweden, um nicht auch die übrigen zu„verlieren, wünschten, die französische Armee fern von dem Rheine und der Donau in„einen Krieg hineinzuziehen, wo der Rest der Deutschen von ihnen abwendig gemacht„würde, wenn sie weder auf das schuldige Geld von Frankreich, noch auch die Quar-tiere hoffen könnten, so ihnen Türenne in Schwaben versprochen hatte. Es fehlte„auch keinen Tag an Verdruß, so über diese Truppen unter den Offkcieren beyder Armeen„entstand, doch verrieth sich nichts davon in dem Betragen der Generale, die sich täg-lich sahen. Allerdings aber trugen sich viel kleine Begebenheiten darüber zu, deren„Erzählung zu weitläuftig seyn würde.

„Die Schweden hatten indeß Eger mit Proviant versehen, und als sie demnach„sahen, daß die französische Armee unbewegt an der Gränze des Stifts Bamberg ver-blieb , sie aber es nicht für gut hielten, weiter von ihr sich zu entfernen, so gaben sich„beyde wieder Rendezvous zu Nothenburg an dem Tauber, und rückten vereinigt an„die Gränze des Herzogthums Würtemberg, um sich in demselben zu erholen. Reut-„lingen ward das Hauptquartier der Franzosen, Göppingen das schwedische, und dieMerlan und „Armeen verblieben in Ruhe vom Ende des Aprils bis zur Mitte des Mays." DiePuftndorf. Kaiserlichen und Bayern aber, die Anfangs den Schweden nach der Oberpfalz gefolgtund bis zu der Gegend von Hochburg, Velberg und Lauterhofen vorgerückt waren,giengen mit ihnen auch wieder zurück, und fruchtlos, so daß sie weder Dünkelspihl ent-setzten, noch Neumark, so die Schweden zu befestigen anfiengen, zu beunruhigen ver-mochten. Am Ende des Aprils giengen die Bayern zum Theil in der Gegend von Re-genspurg, der Rest aber mit den Kaiserlichen bey Donawerth über die Donau; dasHauptquartier war zu Gnuzburg, und die Truppen cantonnirten zwischen Burgau undBabenhausen und Weißenhorn nahe bey Ulm, ihre Brücken bey Gnuzburg undLeipheim.

„Am eilften May, nach einem Raste von drey Wochen, brachen die vereinigten„Armeen aus ihren Quartieren auf gegen den Feind, von dem sie wußten, daß er in„der Gegend von Ulm cantonnirte. Die schwedische Armee bestund aus fünf und„dreyßig Regimentern zu Pferde, so sich auf acht tausend fünf hundert berittne, und„zwey tausend unberittne beliefen, und aus acht Brigaden zu Fuß, zu vier tausend fünf„hundert Mann; die Türennische aus vier tausend Pferden und drey tausend zu Fuß.„Als die Armeen Langenau am Ufer der Donau erreicht hatten, giengen die Feinde auf„einer ihrer Brücken in der Gegend von Ulm mit einem Corps über, und es kam da-„selbst zu einigen Scharmützeln; am folgenden Tage aber setzte ihre ganze Armee den

„Marsch