Feldzug vom Jahr 1647 und 1648. 7z
„Marsch von Lavingen gegen Augspurg fort, und lagerten sich zu Zusmarshausen, drey„Stunden von Lavingen, das noch von französischen Truppen besetzt war.
„Die Armee des Königs und der Schweden gieng gerade nach Lavingen, und„lagerte sich eine Stunde davon; Türenne aber und Wrangel und Königsmark nah-„men ein Corps von dreytausend Pferden und giengen über die Brücke, um zu reco-„gnosciren, und in der Hoffnung, einige zurückgelaßne Partheyen vom Feinde zu fin-„den. Nachdem sie jenseits Lavingen den Morast zurückgelegt hatten, der wohl eins„starke Stunde Wegs fortdauert, und da man beständig defiliren muß, so machten sie„Halte, und schickten eine Parthey vorwärts, um sicher zu wissen, was der Feind un-ternähme. Nach zwey Stunden brachte die Parthey die Nachricht, seine Armee stünde„im Lager auf anderthalb Stunden von dem Corps, sie wären ganz ohne Allarm, hät-ten ihre Pferde auf der Weide, und es würde vorwärts keine von ihren Partheyen„gefunden, die das Corps oder die Ankunft der alliirten Armee zu Lavingen entdecken„könnten. Man überlegte eine Zeitlang, ob man auch wohl mit diesen drey tausen-„Pferden die große Feldwache angreifen, oder über die Pferde, so auf der Weide wa-„ren, herfallen sollte. Es wurde aber statt dessen beschlossen, mit dem Corps etwas„weiter rückwärts in einer versteckten Gegend die Nacht über zu verbleiben, und an die„Armee die Adjutanten zu schicken, mit dem Befehl, daß sie ohne Bagage die ganze„Nacht durch marschiren sollte, um mit Anbruch des Tages den Ort, wo man sie erwar-tete, zu erreichen. Alles geschah wie man es befohlen hatte, und die Armeen lang-ten des Morgens um zwey Uhr an; die französische hatte die Avantgarde, und man„rückte gerade gegen das Lager des Feindes mit einem Dctaschement von tausend Pfer-„den voran, um sie ins Gefecht zu verwickeln. Als man in die Nähe des Lagers ge- Plan 7.„kommen war, so sah man, daß es brennte, und ohngefähr dreyßig Escadrons, die„noch im Halte standen, und -etwas-Bagage, die durch einen Wald durch desilirte.„Indeß aber die unsern mit größter Eil anrückten, nahten sich auch von diesen Escadrons„einige dem Walde, und die tausend Pferde von der Tete Lengen an zu scharmuziren.
„Allein da indem Holze Infanterie war, und die feindlichen Escadrons sehr zur rechten„Zeit sich wieder herstellten, so achteten sie diese Commandirten nicht groß, und schlu-gen sie öfters zurück. Darauf rückte das Regiment Türenne Cavallerie vor, um die„Commandirten zu unterstützen, und hieb auf die Infanterie am Rande des Holzes ein;
„und als hiervon einige niedergehauen worden, gerieth die Cavallerie in Verwirrung.
„Es war die Arriergarde des Feindes, die man gegen sich hatte, unter Montecuculi^ der»damals einen Flügel der kaiserlichen Armee commandirte; und es ist unmöglich, sich
K „besser