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Bürgerlicher Krieg
gen. Indeß gab Türenne doch nie solchen Rath, als so, wie die Armee des Königses durch ihre Bewegungen veranlaßte, und der Stand des Kriegs es erlaubte. Dennbeyde Armeen waren sich gleich; und hätte er also gleich von la Capelle aus den Rath,nach Paris zu marschiren, gegeben, als ihm noch alles in Frankreich entgegen war, undniemand für die Prinzen sich erklärt hatte, so hätte dies so ausschweifend geschienen, daßer dadurch allen Glauben bey den Spaniern würde verloren haben. Als man nun da-her nach Neufchatel an der Aisne vorgerückt war, machten die Spanier allerdingsSchwierigkeit, den Fluß mit ganzer Armee zu passiren, weil die Truppen des Königs, diezwischen Rheims und Soissons hinter der Beste standen, ihnen alle Hoffnung etwas zuunternehmen benommen hatten, und weil es keine Möglichkeit war, die Convois folgenzu lassen, und ihre Infanterie bereits vieles gelitten hatte. Türenne ließ das Corpsd' armee zu Neufchatel zurück, und nahm drey tausend Pferde und fünf hundert Mus-ketiers, um zu sehen, in was für Stellung die Armee des Königs sey; man erfuhr,nachdem man eine Zeitlang marschirt, daß das Gros derselben zu Rheims stände, undder Marschall Hocquincourt zu Fismes hinter der Beste mit zehn Regimentern CavalleriePosto gefaßt hätte, und in der Stadt selbst läget: hundert Musquetiers. Er brach inEil dahin auf, und nach eitlem harter: Widerstand bey eitler Brücke, wo man beydeszur Rechten und Linken Furche für die Cavallerie gefunden, wurden alle Regimenter,die sich der Passage widersetzten, geworfen, und der Herr von Hocquincourt, nach-dem er vollkommen das Seine gethan hatte, mit großer Gefahr nach Soissons sich zu reti-nren gezwungen. Die Infanterie, so in Fismes gestanden, ergab sich, und Türenneließ dem Erzherzog, was sich zugetragen, wissen, und daß, wenn es ihm gefällig wäre,mit der Armee nach Fismes zu rücken, sie gar wohl daselbst bestehen könnte, weil vieleMühlen an dem Flusse wären, und ein großer Vorrath von Früchten und Lebensmit-teln sich fände.
Die spanische Armee marschirte, und der Herr von Bouteville wurde bis gegenla Fette' Milon detaschirt, und legte in diese Flecken Sauvegarden. Als nnn aufsolche Art die französische Armee zum Theil in Rheims versperrt, zum Theil mit einemCorps hinter der Marne stand, und der Weg nach Paris offen war, so hätten nunmehrder Erzherzog und der Graf von Fuensaldagna, die dies alles sahen, den Entschluß,nach Paris zu marschiren, sicher gefaßt, wenn anders der Prinz von Conde' zu Vin-ccnnes geblieben wäre. Man erfuhr aber, daß nach großem Streit zwischen dem Herrnle Tellier und dem Herzoge von Orleans, der den Prinz nach der Bastille transportirthaben wollte, le Tellier endlich durchgedrungen, und der Prinz mit einer kleinen
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