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Bürgerlicher Krieg
marre, Feldzeugmeistcr von den Spaniern, der bey der Infanterie war, wurde gefan-gen, so auch der Marquis von Bouteville und der Graf von St. Quintin.
Es war nun für diesmal alles ohne Hoffnung verloren, und Türenne, der aufdem kürzesten Wege seine Flucht nach der Aifne nicht fortsetzen konnte, weil die Trup-pendes Königs die Flüchtlinge auf dieser Seite verfolgten, und alle Pastagen ihm ge-sperrt hatten, sah sich gezwungen, durch die Ebnen von Champagne zu flüchten, undkam mit fünfhundert Pferden, die sich unterwegs gesammelt hatten, nach Bar le Duc.Nach einem Aufenthalte von sechs Stunden, und als er diesen und noch andern hundertPferden, die mit dem Herrn von Düras gekommen waren, den Befehl, sich nach demLuxemburgischen zu ziehen, gegeben, gieng er selbst mit zwölf bis fünfzehn von den best-herittnen nach Montmedy, wo er einen Theil der Cavallerie, die sich aus dem Gefechtegerettet hatten, fand, und ihnen Quartiere in dem umliegenden Lande anwies, undden Verlauf der Sache nach Brüssel berichtete. Zu gleicher Zeit aber schrieb er an dieHerzogin von Longueville zu Stenay, daß er zwar zu Montmedy sey, wenn aber dieArmee des Königs nach dem Gewinn dieser Schlacht gegen ihre Festung anrückte, sowürde er mit allen seinen Truppen um Montmedy, so nur zwey Stunden von Stenaywar, unverzüglich da seyn. Türenne wollte nicht gleich im Anfange nach Stenay sichhinbegeben, damit die Spanier nicht glaubten, daß er nach dem Verlauf der Schlachtnicht völlig sich ihnen vertraute, oder daß er selbst den Stand der Sache für verzweifeltgenug hielte, um in Eil den Ort zu suchen, wo er sicher und leicht auf einen Vertragdenken könnte. Auch zeigte ihm alle andre Kenntniß, die er von dem Stande derSachen in Flandern hatte, daß es weit besser sey, in einem Platze, der den Spanierngehörte, als in Stenay zu verbleiben. Denn obgleich Fuensaldagna, von dem alles inFlandern abhieng, die Parthey unterstützte, so war doch jeder andre Spanier dem ent-gegen, und wollten, daß man, statt für die Parthey sich zu verwenden, die Kräftevon Spanien ganz gebrauchen sollte, seine Verlornen Plätze wieder zu erobern; undallerdings bedienten sich diese nunmehr des ersten unglücklichen Ausgangs, um ihre Mey-nung zu unterstützen, und machten den Grafen von Fuensaldagna muthlos. Hättenun Türenne außer diesem Unfall durch seine Retraite nach Stenay selbst ein Mis-ttauen bezeigt, so ists ganz außer Zweifel, daß Fuensaldagna gleichfalls seine Maas-regeln geändert, und man auf einen schimpflichen Vergleich hätte denken müssen.Nun aber gewann die Sache eine ganz andre Gestalt, und als die Spanier, daß Tü-renne zu Montmedy sey, erfahren, und die Officiers der Armee sämmtlich bezeugt hat-ten, daß sie vollkommen mit ihm zufrieden wären, so wurde an Türennen volle Gewalt
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