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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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Feldzug vom Jahr 1654.

Gegen Mitte des Augusts kam die Nachricht, daß das Belageruugscorps vonSteuay anlangte, und der Marschall Hocqumcoutt wünschte zu wissen, ob er mit dem-selben zur großen Armee stoßen, oder ein Lager für sich beziehen sollte. Man jandteihm die Antwort, daß Türenne mit zwey tausend Pferden entgegen kommen würde,um, wenn der Marschall Hocquincourt gleichfalls mit seiner Cavallerie vorrücken wollte,alsdann mit ihm zugleich einen Posten an dem Crinchon, in der Gegend von Rivieres,zu recognosciren, wo man hoffte, durch einige Verschanzungen seine Armee völlig sicherzu stellen. „Den i7ten August traf Türenne mit zwey tausend Pferden bey dem Mar-„schall Hocquincourt ohngefahr auf drey Stunden Weges vom feindlichen Lager ein,

„und als die Generale daselbst die Nachricht erhielten, daß die Feinde eine«: großen Con-voi von der Seite von St. Paul her erwarteten, so brachen sie dahin auf, und lager-ten sich die Nacht zu Aubigny, drey Stunden von Arras. Sie rückten am folgenden„Morgen vor St. Paul, das, so wie sie anlangten, sich ergab." Die Cavallerie Nork.war mit den Generalen allein vorausgegangen, und die Infanterie mit dem Geschützund der Bagage erhielt Befehl, in größter Eil zu folgen, und, weil sie von der Caval-lerie getrennt war, den Weg über Buquoy und langst den Waldungen zu nehmen.Sobald sie angelangt war, ergab sich der Platz. „Man erfuhr, daß der Convoi des„Feindes sich wieder in Aire geworfen, und, um zur Armee abzugehn, drey tausend„Mann Verstärkung erwartete; die Belagerung aber gienge aus Mangel von Muni-tion für itzo sehr langsam. Die Generale beschlossen daher, ihr möglichstes zu thun,

„diesen Convoi abzuschneiden, weil, wenn es gelang, die Feinde ihre Belagerung auf-beben mußten.

„Nach Einnahme von St. Paul ließen die Marsthalle einen ganzen Tag lang„die Abtey St. Eloy beschießen, wo der Feind fünf hundert Mann eingeworfen hatte,

„die sich aber aufDiscretion ergaben." Die Truppen passirten in dieser Absicht am zwan- York.

U z zigsten

»Joyeuse mit dem Marschall gegen das feindliche »stellten sich wieder hinter einem Ravin, krachten»Lager und nahe bey dem Quartiere des Prinzen »mit ihren Carabinen die Volontairs in einige Un«

»von Conde' spazieren, und wurden zwey kleine »ordnung, und fiengen darauf an sie zu verfolgen.

»Trupps gewahr, die von ihrer Feldwache ein we- »Das Escadron, das unterstützen sollte, nahm die»nig entfernt waren. Der Herr von Castelnau »Flucht, so daß die Volontairs auf zwey bis drey»mit einigen Volontairs befand sich gleichfalls »hundert Schritt hart vom Feinde gedrängt sich»beym Marschall; und als man hierauf diese Trup- »zurückziehen mußten. Sieben bis acht wurden»pcn abweisen wollte, wurde von der großen Feld- »verwundet oder gefangen, und der Herzog von»wache ein Escadron zur Unterstützung der Volon- »Joyeufe in den Arm geschossen, davon man die»tairs detaschirt. Die Volontairs griffen an, und »Wunde Anfangs für leicht hielt; dennoch starb er»die Feinde, nachdem sie eine Zeitlang gewichen, »sechs Wochen darnach an derselben zu Paris.«