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Feldzüge des Vicomte Türenne ... aus den ächtesten Urkunden / von Friedrich Wilhelm von Zanthier
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158
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iz8 Feldzug vom Jahr i6z4.

zigsten die Scarpe, die in dortiger Gegend nicht tief ist, und stellte sich en bararlle zwi-schen St. Eloy und den Verschanzungen des Feindes, da indeß rückwärts ein Detasche-ment die Abtey attaquirte. Zu Anfange machten die Feinde Miene, die äußre Ring-mauer vertheidigen zu wollen; bald darauf aber verließen sie dieselbe, und zogen sichnach dem Innern der Abtey zurück, die eine alte und gute Mauer mit runden Thürmenumschloß. Es wurden hierauf sofort in die äußre Mauer Schießscharten gebrochen;weil aber wegen der Entfernung der Schuß nicht die gehörige Wirkung hatte, so wurdedie Batterie unter einer leichten Blendung näher vorgerückt und schwer Geschütz aufge-führt, so daß in wenig Stunden die Breche gelegt war. Zu eben der Zeit hatten aufeiner andern Seite die Schweizer und Garden, durch eine Allee und Mauer begünstigt,der Hauptmauer bis auf einen Pistolenschuß sich genaht, und den Mineur angehängt,den sie Anfangs blos durch ihr Feuer beschützten, und erst während der Arbeit die Breterzur Bedeckung zubrachten; das Regiment Marine aber faßte hinter einem Aufwurf einenvortheilhaften Posten gegen den Thurm, von dem man die Breche sah, und hierauf ergabensich die Feinde. „Weil die Abtey nur auf eine kleine Stunde von den feindlichen Ver-„schanzungen ablag, und der Marschall la Fette' mit der Armee zu Mouchi le Preux„verblieb, so sagt man, daß der Prinz Conde'zur Absicht gehabt, über das Corps, so„die Abtey attaquirte, herzufallen, und die Spanier allein hätten es nicht für rathsam„gehalten. Aber man findet bey großen Circumvallationen und nach langwierigen Be-lagerungen gar oft Hindernisse vor sich, die auch den besten Entwürfen in der Ausfüh-rung widersteh».

„Nach der Uebergabe von St. Eloy fieng der Marfchall Hocquincourt an, stel-ln Cäsars Lager zu verschanzen, und Türenne gieng zurück nach seiner Armee bey„Mouchi le Preux, und nahm auf dem Rückwege länger als zwey Stunden seinen Weg„längst der feindlichen Verschanzung. Es rückte nichts aus derselben aus als Par-„theyen zum Scharmuziren, denen aber der Herr von Castelnau dicht auf den Leib„gieng, so daß die Cavallerie den ganzen Weg unter dem Stückschuß von Dreypfün-„dern that. Man fand diesen ganzen Theil der feindlichen Verschanzung, so das,'Quartier des Don Fernando Solis ausmachte, schwach besetzt; und es ist gewiß,„daß dieser Marsch viele Kenntnisse zum künftigen Angriff und von dem Wege gab, denVork. „man in dieser Absicht wählen mußte." Es war indeß kein Escadron in der Escorte,das nicht zwey oder drey Mann, ohne die Pferde zu rechnen, verlor, so daß sogar einige alteOfficiere sich beschwerten, daß man , wie sie glaubten, für nichts sie einer so großenGefahr aussetzte. Dies ist das einigemal, sagt der Herzog von Pork, daß er wäh-rend